Gewinnziel deutlich gesenkt
PepsiCo hat am Donnerstag mit den Zahlen zum dritten Quartal sein Gewinnziel für 2026 zurückgenommen. Der Konzern rechnet nur noch mit einem währungsbereinigten Zuwachs beim Nettoergebnis je Aktie von ein bis zwei Prozent. Bisher hatte er ein Plus am unteren Ende einer Spanne von vier bis sechs Prozent in Aussicht gestellt. Das ist eine spürbare Korrektur.

Beim Umsatz fällt die Anpassung kleiner aus. Der organische Umsatz soll im Gesamtjahr um rund drei Prozent wachsen, bisher lag die Spanne bei zwei bis vier Prozent. Faktisch ist das die Mitte der alten Prognose, die Unsicherheit ist also kleiner geworden, ein höheres Ziel ist es nicht.
Das dritte Quartal besser als befürchtet
Die Zahlen für die zwölf Wochen bis zum 5. September fielen besser aus als erwartet. Die Erlöse stiegen um 5,6 Prozent auf 25,27 Milliarden Dollar. Konzernchef Ramon Laguarta führt das auf die Widerstandsfähigkeit des internationalen Geschäfts zurück. In der Mitteilung spricht er außerdem von einer Beschleunigung des organischen Wachstums und von steigenden Absatzmengen sowohl bei Getränken als auch bei Snacks.
Beim Gewinn zeigt sich die andere Seite. Die operative Marge sank um 0,35 Prozentpunkte auf 16,9 Prozent. Entsprechend legte der Gewinn je Aktie nur um zwei Prozent auf 2,34 Dollar zu. Analysten hatten allerdings mit einem stagnierenden Ergebnis gerechnet, die Quartalszahl liegt also über den Erwartungen.
Warum die Prognose trotzdem sinkt
Zwei Gründe nennt der Konzern: ein schwaches Nordamerika-Geschäft und steigende Kosten. Beides belastet den Gewinn stärker als den Umsatz. Laguarta kündigte zusätzliche Sparmaßnahmen an, um die höheren Kosten abzufedern. Welche Programme das konkret sind und wie viel sie bringen sollen, ist in der vorliegenden Meldung nicht angegeben.
Der Hintergrund ist bekannt. In Nordamerika, dem größten Markt des Konzerns, kämpft vor allem das Snackgeschäft von Frito-Lay seit Längerem um Mengen. Im Frühjahr hatte Laguarta die Preise bei wichtigen Marken um bis zu 15 Prozent gesenkt, um Kunden zurückzuholen. Im ersten Quartal zeigte das Wirkung, die Absatzmengen bei den salzigen Snacks zogen an. Der Preis dafür ist ein geringerer Spielraum bei der Marge, wenn gleichzeitig die Kosten steigen.

Aktie nahe dem Jahrestief
Vor den Zahlen stand die Aktie gut dreieinhalb Prozent unter dem Stand zum Jahresbeginn und nur knapp über dem 52-Wochen-Tief, mit einem Rückstand von rund sieben Prozent auf den 200-Tage-Durchschnitt. Der übergeordnete Trend zeigte seit Monaten nach unten. Wie der Markt auf die Prognosesenkung reagiert hat, geht aus der Meldung nicht hervor.
Die Dividende ist von dem Schnitt nicht berührt. Seit Juli beträgt die Quartalsausschüttung 1,48 Dollar je Aktie, auf das Jahr gerechnet 5,92 Dollar. Das Plus von vier Prozent ist weiterhin die Linie, die Anleger von dem langjährigen Dividendenzahler kennen.
Einordnung
Das Bild ist gemischt. Das Quartal war besser als befürchtet, und der internationale Teil des Geschäfts trägt. Doch wenn ein Konzern dieser Größe das Gewinnziel mit nur noch einem Quartal Restlaufzeit auf ein bis zwei Prozent kürzt, zeigt das, wie schwer die Last aus Nordamerika und von den Kosten wiegt. Für die Aktie entscheidet sich nun, ob die Sparprogramme greifen und die Marge 2027 wieder wächst. Wer investiert ist, sollte auf zwei Dinge achten: die Mengenentwicklung bei Frito-Lay und die Margenentwicklung im vierten Quartal.
