In einer bemerkenswerten Kehrtwende musste sich die britische Regierung jüngst für ein Missgeschick entschuldigen, das genau zur Unzeit vor einem wichtigen Investitionsgipfel geschah. Gemäß eines Berichts von Sky News wurde versehentlich die E-Mail-Adresse von Bernard Arnault, einem der reichsten Menschen der Welt und Vorsitzender des luxuriösen Giganten LVMH, öffentlich gemacht. Der Fauxpas, der der Menschlichkeit zum Opfer fiel, wirft einen Schatten auf die Vorbereitungen zum Gipfel, bei dem Premierminister Keir Starmer und Finanzministerin Rachel Reeves einflussreiche Führungskräfte aus dem Finanz- und Technologiesektor willkommen heißen wollen, um Investitionen in Großbritannien zu fördern.
Für Reeves war Arnault ein besonders bedeutender Gast, den sie von der Wirtschaftsfreundlichkeit Großbritanniens überzeugen wollte. Leider scheiterte dieser Versuch vorerst, als Regierungsbeamte vergaßen, seine E-Mail-Adresse im Kommunikationsprozess zu verschleiern, sodass alle Empfänger Einsicht in seine und einige weitere hochrangige Kontakte erhielten.
Das britische Ministerium für Wirtschaft und Handel (DBT) hat prompt reagiert und den Vorfall der Datenschutzbehörde gemeldet. Ein Sprecher des DBT betonte, dass der Fehler auf menschliches Versagen zurückzuführen sei und drückte sein Bedauern darüber aus. Man nehme den Datenschutz sehr ernst, versicherte der Sprecher, was die sofortige Benachrichtigung des Information Commissioner's Office unterstrich. Eine Rückmeldung von diesem blieb jedoch zunächst aus.