Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat zugestimmt, die Vergeltungsmaßnahmen seines Landes gegen den Iran nach dem Raketenangriff vom 1. Oktober auf militärische Ziele zu beschränken. Dies berichtet die Washington Post und zitiert dabei ungenannte Insider.
Der Bericht hebt hervor, dass Netanyahu der Biden-Administration versichert habe, gezielt auf militärische Objekte statt auf die iranische Öl- oder Nuklearinfrastruktur abzuzielen. Diese strategische Entscheidung soll offenbar auch den Anschein vermeiden, dass sich Israel in die bevorstehenden US-Wahlen einmischt.
Präsident Joe Biden dürfte diese Entwicklung erleichtert zur Kenntnis nehmen. Denn seine Regierung hatte Israel davon abgeraten, die Nuklear- oder Energieinfrastruktur des Iran anzugreifen, um eine Eskalation im Nahen Osten zu vermeiden.
Im Zuge der Berichterstattung verlor Öl an den Märkten. Die Kurse für West Texas Intermediate fielen um 2,9 % auf 71,70 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie bereits am Montag um 2,3 % gesunken waren. Die Reaktion der US-Regierung umfasst zudem Sanktionen gegen 17 Schiffe und 10 Firmen, deren Verbindung zur sogenannten "Geisterflotte" von Tankern besteht, die iranisches Öl nach China transportieren.