Ein tragischer Angriff auf eine Kohlenmine in der südwestlichen Region Balochistans, Pakistan, hat die Hochburg der Spannungen erneut ins Rampenlicht gerückt. Mindestens 21 Arbeiter wurden bei dem blutigen Vorfall getötet, als bewaffnete Angreifer die Mine stürmten und Opfer sowohl im Schlaf als auch in einer gezielten Schusslinie fanden. Ein Sprecher der militanten Separatistengruppe Baloch Liberation Army (BLA) verurteilte das Massaker an den Paschtunen-Arbeitern im Gebiet Dukki aufs Schärfste und erklärte, dass die BLA nicht in diesen verheerenden Angriff verwickelt sei. Bisher hat sich keine Gruppierung zu der Verantwortung für den Angriff auf die Kohlenminen der Junaid Coal Co in dem mineralreichsten Gebiet Pakistans bekanntgegeben, das sowohl an Afghanistan als auch an den Iran grenzt. Der Angriff ereignet sich in einem Zeitraum verstärkter militärischer Spannungen, denn nur wenige Tage später steht Pakistan als Gastgeber eines Gipfeltreffens der Shanghai Cooperation Organisation. Die langanhaltende Unruhe in Balochistan, die auf separatistische Forderungen nach einer fairen Beteiligung an den Ressourcen des Landes zurückzuführen ist, wird durch die Anwesenheit von sowohl separatistischen als auch islamistischen militanten Gruppen verschärft. Die Region beherbergt bedeutende Bergbauprojekte wie die Gold- und Kupfermine Reko Diq, die vom Bergbau-Giganten Barrick Gold betrieben wird. Das geopolitische Interesse wird auch durch Investitionen Chinas noch verstärkt, das in der Region ebenfalls in den Bergbau involviert ist. Auf der wirtschaftlichen Bühne verhandelte eine saudi-arabische Delegation unterdessen über Beteiligungen an besagtem Bergbauprojekt, während Pakistan nach Wegen aus der Wirtschaftskrise sucht.
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Krisenregion Balochistan erneut von Gewalt heimgesucht: BLA distanziert sich von Grubenangriff