18. Juni, 2026

Politik

CDU-Abgeordnete fordern vergünstigtes E-Auto-Leasing für Geringverdiener

CDU-Abgeordnete fordern vergünstigtes E-Auto-Leasing für Geringverdiener

In einem Vorstoß für soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Mobilität plädieren die CDU-Europaabgeordneten Peter Liese und Dennis Radtke für ein neues Fördermodell beim Leasing von Elektrofahrzeugen. Dieses soll insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, kleine Selbstständige sowie Rentnerinnen und Rentner bei ihren Mobilitätsbedürfnissen unterstützen. Eine klare Einkommensgrenze von bis zu 43.750 Euro Jahresgehalt, dem derzeitigen Medianlohn entsprechend, wird vorgeschlagen. Besonderes Augenmerk liegt darauf, die Förderungen selektiv zu gestalten, um chinesische Fahrzeughersteller auszuschließen. Die beiden Abgeordneten kritisieren die bestehende Dienstwagenregelung der Bundesregierung als zu elitär. „Wir müssen die unterstützen, die hart arbeiten und dennoch schwächeln beim Umstieg auf E-Mobilität“, betont Radtke und sieht in der geplanten Maßnahme eine echte Chance für die Breite der Bevölkerung. Auch Detlef Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, zeigt sich offen für ein solches Leasingmodell. Er verweist auf Frankreich, das bereits mit der Förderung von erschwinglichen Elektrofahrzeugen vorangeht. Zielsetzung ist es, die europäische Automobilindustrie zu stärken und gleichzeitig einen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. In Frankreich zahlen Menschen mit niedrigem Einkommen für E-Fahrzeuge im Rahmen eines staatlichen Leasingprogramms ab 100 Euro pro Monat, ein Konzept, dem auch in Deutschland wachsende Aufmerksamkeit geschenkt wird.