26. August, 2026

Politik

Wärmepumpen-Markt bricht ein – CDU fordert Kurswechsel der Bundesregierung

Wärmepumpen-Markt bricht ein – CDU fordert Kurswechsel der Bundesregierung

Ein substanzieller Rückgang in der Nachfrage nach Wärmepumpen veranlasst die Union zu deutlicher Kritik am Kurs der Bundesregierung. Andreas Jung, klimaschutz- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur scharfe Worte zur aktuellen Politik der Ampelkoalition. Er bezeichnete den Rückgang beim Einbau von Öko-Heizungen, insbesondere Wärmepumpen, als Quittung für den „falschen Ansatz“ beim Heizungsgesetz und das „Förderchaos“ der Regierung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Quartal dieses Jahres brach der Absatz von Wärmepumpen laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Mit einem voraussichtlichen Gesamtabsatz von etwa 200.000 Geräten wird der Markt weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Bundesregierung hatte ursprünglich das ambitionierte Ziel formuliert, ab 2024 jährlich 500.000 Wärmepumpen zu installieren. In einer Antwort auf eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion räumte die Bundesregierung ein, dass der Hochlauf der Wärmepumpen trotz aktuellen Absatzschwächen entscheidend für die Dekarbonisierungsziele im Gebäudebereich sei. Man werde weiterhin mit Herstellern und Handwerk aktiv daran arbeiten, das Ziel von mindestens 500.000 installierten Wärmepumpen jährlich zu erreichen. Andreas Jung sieht in den aktuellen Absatzzahlen eine Vergrößerung der vom Expertenrat für Klimafragen festgestellten „Klimalücke“ der Ampelregierung. Er fordert einen Kurswechsel und prangert an, die Regierung rede die Lage schön, anstatt die tatsächlichen Probleme anzugehen. Jung plädiert für eine schrittweise CO2-Bepreisung mit sozialem Ausgleich, eine verlässliche Förderung sowie eine technologieoffene „Ermöglichung“. Er kritisierte zudem, dass die Bundesregierung die Biomasse über die Förderbedingungen diskriminiere.