Sorgenvolle Blicke richten sich auf die abstürzenden globalen Märkte, da die Befürchtungen über eine mögliche bevorstehende Rezession zunehmen. Milliardär und Investor Warren Buffett hat Spekulationen angeheizt, dass er das Vertrauen in Aktien verloren hat. Dies zeigt sich deutlich an den gestiegenen Barmittelbeständen von Berkshire Hathaway, die nun auf 276,9 Milliarden US-Dollar angewachsen sind, teilweise bedingt durch den umfangreichen Verkauf von Apple-Aktien.
Buffett, dessen Einfluss auf den US-Aktienmarkt beträchtlich ist, verstärkte mit seinen jüngsten Schritten die Ängste einer sich abschwächenden Wirtschaft. Doch wer ist dieser Mann, der als „Orakel von Omaha“ bekannt ist, und wie erlangte er solch immensen Reichtum und Einfluss?
Geboren 1930 in Nebraska als Sohn des US-Abgeordneten Howard Homan Buffett, zeigte Buffett schon früh ein außergewöhnliches Finanzgespür. Mit elf Jahren kaufte er seine ersten Aktien, und im Alter von 13 Jahren reichte er seine erste Steuererklärung ein. Seit er 1965 die Führung von Berkshire Hathaway übernahm, wandelte er das Unternehmen von einem Textilhersteller in ein weitverzweigtes Konglomerat, zu dem heute unter anderem GEICO, Duracell und Dairy Queen gehören.
Während der Hypothekenkrise 2007-2008 tätigte Buffett eine Reihe lukrativer Investitionen, einschließlich Beteiligungen an Goldman Sachs, General Electric, Coca-Cola und Apple sowie dem Kauf der Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe.
Warren Buffett, mittlerweile 93 Jahre alt und mit einem geschätzten Vermögen von fast 130 Milliarden US-Dollar, belegt laut der Forbes Real-Time Billionaires List den siebten Platz. Damit liegt er vor Bill Gates, aber hinter Elon Musk, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg. Sein philanthropisches Engagement manifestiert sich insbesondere durch die Initiative Giving Pledge, die er gemeinsam mit Bill und Melinda Gates ins Leben rief. Diese Kampagne fordert die reichsten Amerikaner dazu auf, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Buffett selbst hat zugesagt, über 99% seines Vermögens an gemeinnützige Organisationen abzugeben.
Obwohl er keine familiären Bande zum verstorbenen Musiker Jimmy Buffett hatte, pflegten die beiden eine enge Freundschaft, und Jimmy betitelte ihn liebevoll als „Onkel Warren“. Auch Warren Buffett bezeichnete Jimmy als „Cousin Jimmy", und die beiden unternahmen sogar einen DNA-Test, um eine mögliche biologische Verbindung zu untersuchen.
Die jüngsten Entwicklungen um Buffett und Berkshire Hathaway werfen viele Fragen auf und erfordern ein aufmerksames Beobachten der Märkte.