Nach den Verlusten des Vortags wird am Freitag an den US-Aktienmärkten mit einem zögerlichen Handelsbeginn gerechnet. Der Broker IG prognostiziert für den Dow Jones Industrial einen Rückgang von 0,2 Prozent auf 40.598 Punkte, was dennoch auf einen Wochengewinn von rund anderthalb Prozent schließen lässt. Der Technologieindex Nasdaq 100 hingegen wird eine 0,2 Prozent höhere Eröffnung bei 19.744 Zählern erwartet.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen derzeit erhebliche IT-Probleme, die zahlreiche Unternehmen weltweit betroffen haben. Besonders heikel war ein Fehler bei der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike, der mehrere Microsoft-Softwarelösungen beeinträchtigte. Crowdstrike konnte das Problem inzwischen beheben. Dennoch führten die Störungen zu einem vorbörslichen Kursrutsch der Crowdstrike-Aktie um bis zu 39 Prozent, bevor das Minus auf etwa 13 Prozent reduziert werden konnte. Auch die Microsoft-Anteilscheine verzeichneten zuletzt einen vorbörslichen Rückgang um 1,3 Prozent.
Einen positiven Akzent setzt das Wachstum von Netflix. Der Streamingdienst konnte im letzten Quartal acht Millionen neue Kunden gewinnen und zählt nun insgesamt etwa 278 Millionen Haushalte. Das begleitende strikte Vorgehen gegen das Teilen von Passwörtern scheint ebenfalls zum Anstieg der Nutzerzahlen beigetragen zu haben. Vorbörslich stiegen die Netflix-Aktien um 1,1 Prozent.
Auch der amerikanische Versicherer Travelers verzeichnete im zweiten Quartal ein deutliches Gewinnplus. Geringere Kosten durch Naturkatastrophen und gestiegene Prämieneinnahmen trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Die Travelers-Aktien kletterten daraufhin um 2,0 Prozent im vorbörslichen Handel.
Demgegenüber plant der US-Kreditkartenkonzern American Express erhöhte Marketingausgaben. Dies geschieht, weil die abgerechneten Transaktionen im zweiten Quartal hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Deswegen wird das Unternehmen rund 15 Prozent mehr ins Marketing investieren als im Vorjahr. Die Amex-Aktien reagierten vorbörslich mit einem Rückgang um 2,3 Prozent.