25. Juni, 2026

Politik

USA stellt Milliardenhilfe für Kiew bereit: Biden plant Ukraine-Gipfel in Deutschland

USA stellt Milliardenhilfe für Kiew bereit: Biden plant Ukraine-Gipfel in Deutschland

US-Präsident Joe Biden kündigt, kurz bevor er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trifft, eine umfangreiche finanzielle Unterstützung für die Ukraine an. Zudem lädt er zu einem Ukraine-Gipfel auf Führungsebene im Oktober nach Deutschland ein. Bei diesem Treffen der sogenannten Ramstein-Gruppe, die unter der Leitung der USA steht, soll die weitere militärische Unterstützung für das von Russland angegriffene Land diskutiert werden. Biden plant, Mitte Oktober nach Deutschland zu reisen.

Das Format der Ramstein-Gruppe ist bekannt für seine regelmäßigen Treffen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz. Es wird erwartet, dass Biden nach einem Zwischenstopp in Berlin auch nach Ramstein weiterreist. Obwohl das Weiße Haus keinen spezifischen Ort für das Treffen genannt hat, scheint Ramstein eine naheliegende Option zu sein.

Die Ukraine-Kontaktgruppe umfasst etwa 50 Länder, üblicherweise vertreten durch die Verteidigungsminister der Mitgliedsstaaten. Kürzlich gab es Spekulationen, dass Biden ein Gipfeltreffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs plant. Sein Ziel sei es, die Hilfsbemühungen der beteiligten Nationen zu koordinieren. Deutschland und die USA sind die größten Waffenlieferanten für die Ukraine.

Zusätzlich hat Biden mehr als sieben Milliarden Euro an militärischer Unterstützung für Kiew freigegeben. Das Hilfspaket umfasst ein weiteres Patriot-Flugabwehrsystem, Gleitbomben mit hoher Reichweite und Drohnen. Der Großteil der Unterstützung kommt direkt aus Beständen des US-Militärs. Zwei Milliarden Euro stammen aus einem Programm, das es der US-Regierung erlaubt, Waffen von Unternehmen zu kaufen. Zuvor hatte die US-Regierung angekündigt, erneut umstrittene Streumunition zur Verfügung zu stellen.

Biden betonte, dass die Ukraine-Hilfe eine der obersten Prioritäten seiner Regierung sei. Selenskyj bedankte sich umgehend und versprach, die Unterstützung effizient und transparent zu nutzen. Nach einem Treffen mit den Spitzen beider Parteien im Senat wird Selenskyj auch von Biden im Weißen Haus empfangen. Später trifft er sich mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris, die gegen Donald Trump bei der anstehenden Präsidentschaftswahl antritt.

Ursprünglich hatte Selenskyj angekündigt, auch Trump während seines Besuchs treffen zu wollen, was nun unwahrscheinlich erscheint. Trump beklagte zuletzt, dass die USA Milliarden für einen Mann ausgeben, der keine Abmachung mit Moskau getroffen habe. Er kritisierte Selenskyj scharf und meinte, jeder Friedensdeal wäre besser gewesen als die aktuelle Situation.

In der Ukraine wächst die Sorge, dass die USA ihre Unterstützung bei einem Wahlsieg Trumps reduzieren könnten, da sie aktuell der wichtigste Unterstützer im Abwehrkampf gegen Russland sind. Biden wiederum bekräftigte Anfang der Woche in New York sein Engagement für den Wiederaufbau der Ukraine. Bei einem Treffen am Rande der UN-Vollversammlung betonte er, dass die Ukraine die notwendigen Ressourcen erhalten soll, um stärker als zuvor aus dem Konflikt hervorzugehen.