US-Präsident Joe Biden, dessen ereignisreicher Tag einen unerwarteten Twist nahm, reiste kurzerhand nach Wilmington, Delaware, um seinem Sohn Hunter nach dessen Verurteilung wegen illegalen Waffenbesitzes beizustehen. Vater und Sohn hatten einen emotionalen Moment auf der New Castle National Guard Base am Dienstagnachmittag, als sie sich in die Arme fielen. Hunter Biden war wenige Stunden zuvor von einer Geschworenenjury schuldig gesprochen worden. Joe Biden und First Lady Jill Biden haben ihren Hauptwohnsitz in Wilmington, wo der Präsident auch viele Jahre als Senator für Delaware tätig war. Jill Biden zeigte sich während des gesamten Prozesses solidarisch und war beinahe täglich im Gerichtssaal anwesend. Die innige Familienbindung der Bidens ist allgemein bekannt. Joe Biden wird sich am Mittwoch zum G7-Gipfel nach Italien begeben - eine Reise, die von der jüngsten Verurteilung seines Sohnes nicht beeinflusst wird. Hunter Biden wurde schuldig befunden, bei einem Waffenkauf im Oktober 2018 falsche Angaben gemacht und seine damalige Drogenabhängigkeit verschwiegen zu haben. Obwohl ihm eine mehrjährige Haftstrafe droht, könnte er aufgrund seiner bislang nicht bestehenden Vorstrafen auch ohne Gefängnis davonkommen. Hunter streitet die Vorwürfe ab und betont, keine falschen Angaben gemacht zu haben. Joe Biden, der sich auf eine zweite Amtszeit im November vorbereitet, betonte, sich aus der Sache herauszuhalten. Das Urteil gegen Hunter Biden erfolgte nur kurz nach dem Schuldspruch gegen Ex-Präsident Donald Trump in einem anderen Fall. Während Trump die Justiz massiv kritisierte und von politischer Verfolgung sprach, wiesen Bidens Demokraten darauf hin, dass die Verurteilung zeige, dass die Justiz unparteiisch sei. Die Republikaner wiesen diese Argumentation zurück und wiederholten unbewiesene Dinge, dass die Biden-Familie in weitere Verbrechen verwickelt sei. Sie werfen Präsident Biden vor, sein Amt zum Vorteil seiner Familie missbraucht zu haben, und versuchen Hunter Bidens Geschäfte mit ihm in Verbindung zu bringen. Damit wollen sie mögliche Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten rechtfertigen.
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US-Präsident Biden zeigt Unterstützung für Sohn Hunter nach Verurteilung wegen illegalen Waffenbesitzes