11. August, 2026

Politik

Tschechien plant strategischen Panzerkauf: 77 Leopard 2A8 im Visier

Tschechien plant strategischen Panzerkauf: 77 Leopard 2A8 im Visier

Die Tschechische Republik rüstet auf und setzt den Kauf von bis zu 77 modernen Leopard-Kampfpanzern des Typs 2A8 aus Deutschland auf ihre strategische Prioritätenliste. Das Kabinett in Prag gab grünes Licht für den Beitritt zu einer Vereinbarung, die eine gemeinsame Beschaffung mit Deutschland ermöglicht. Laut tschechischem Verteidigungsministerium ist dies ein essenzieller Zwischenschritt, und die endgültige Zustimmung der Regierung wird bis Jahresende erwartet.

Verteidigungsministerin Jana Cernochova betonte die unverzichtbare Rolle von Panzern in einer schweren Brigade. Diese Waffenplattform vereine hohe Feuerkraft, Mobilität und Robustheit. Die jüngsten Gefechte in der Ukraine hätten die Bedeutung dieses Waffensystems zusätzlich unterstrichen.

Bereits im Mai 2023 schloss Deutschland einen Rahmenvertrag mit dem Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW), der die Beschaffung von bis zu 123 Leopard 2A8-Panzern ermöglicht. Partnerstaaten wie Tschechien wird die Option geboten, bestimmte Kontingente aus diesem Vertrag zu übernehmen. Die Bundeswehr soll in einer ersten Tranche bis 2026 insgesamt 18 neue Panzer erhalten.

Tschechien plant den Erwerb von 61 Leopard 2A8 in sechs verschiedenen Ausführungen, darunter Kampfpanzer, Führungsfahrzeuge, Brückenlege- und Fahrschulpanzer. Die Kosten dafür werden auf etwa 1,6 Milliarden Euro geschätzt. Eine Option auf die Beschaffung von weiteren 16 Panzern könnte den Gesamtpreis auf rund 2,1 Milliarden Euro erhöhen.