Die Kurse deutscher Staatsanleihen verzeichneten am Mittwoch einen deutlichen Anstieg. Auslöser für die erhöhte Nachfrage nach festverzinslichen Papieren waren eine allgemein gedrückte Stimmung an den Finanzmärkten sowie überraschend schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone. Am Vormittag konnte der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,26 Prozent auf 132,51 Punkte zulegen. Gleichzeitig fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,42 Prozent. Ein weiterer Faktor, der die Aktienkurse zur Wochenmitte belastete, waren enttäuschende Geschäftszahlen des US-Autobauers Tesla. Diese sorgten dafür, dass sich Anleger vermehrt in den sicheren Hafen der Bundesanleihen flüchteten. Hinzu kam, dass der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex überraschenderweise den tiefsten Stand seit fünf Monaten erreichte. "Der Einkaufsmanagerindex enttäuscht auf ganzer Linie", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Die schleppende wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum dürfte somit in absehbarer Zeit anhalten. Der weitere Handelsverlauf am deutschen Rentenmarkt rückt nun in den Fokus, während Anleger gespannt auf Aussagen aus den Reihen der US-Notenbank Fed warten. Auf dem Programm steht eine Rede der Fed-Direktorin Michelle Bowman. Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) erwarten mögliche letzte Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick, bevor die nächste Zinssitzung in eine Stillhaltephase tritt.
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Trübe Marktstimmung treibt Anleger in deutsche Staatsanleihen