08. Juli, 2026

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Tesla: Rekordverluste und aggressive Zukäufe - Ein Blick in die Zukunft

Tesla: Rekordverluste und aggressive Zukäufe - Ein Blick in die Zukunft

Die Aktien von Tesla, dem Elektrofahrzeug-, Energiespeicher- und Künstliche-Intelligenz-Riesen, notieren derzeit etwa 40% unter ihrem Höchststand. Rückläufige Verkaufszahlen im EV-Segment des Unternehmens, das den Großteil der Einnahmen und Gewinne liefert, haben die Begeisterung der Wall Street gedämpft. Dies geschieht trotz der vielversprechenden Perspektiven in den Bereichen Robotik und autonome Fahrzeugtechnologie.

Cathie Wood, leitende Managerin bei Ark Investment Management, stockt jedoch weiterhin massiv Tesla-Aktien für ihre börsengehandelten Fonds (ETFs) auf. Seit Ende 2023 wuchs Arks Gesamtposition in Tesla von 3,8 Millionen auf 5,3 Millionen Aktien. Woods Ruf basiert zum Teil auf ihrem Weitblick hinsichtlich Tesla. Daher stellt sich die Frage, ob Anleger ihrem Beispiel folgen und auf das potenziellen Gewinn durch AI setzen sollten.

Ark Invest wurde 2014 von Wood gegründet und betreibt mehrere aktiv verwaltete ETFs, die sich auf innovative Wachstumsunternehmen konzentrieren. Der Flaggschifffonds des Unternehmens ist der Ark Innovation ETF. Zwischen 2017 und 2019 investierte Wood stark in Tesla, als das Unternehmen kurz vor dem Bankrott stand und die Produktion des Model 3 hochfuhr.

Tesla meisterte diese Herausforderungen, das Geschäft florierte und die Aktie stieg über einen Zeitraum von drei Jahren ab Januar 2019 um fast 1500%. Doch die Reputation von Ark litt, als das Markt-Sentiment für spekulative Wachstumsaktien einbrach und ihre Bewertungen fielen. Der Ark Innovation ETF hat den S&P 500 seit Anfang 2022 deutlich unterperformt.

Jetzt scheint Wood wieder verstärkt auf Tesla zu setzen und hofft auf einen großen Gewinn, um ihre Fonds wieder auf Kurs zu bringen. Arks neueste Langfristprognose für Tesla sieht den Aktienwert 2029 bei 2.600 US-Dollar - mehr als das Zehnfache des heutigen Werts. Sowohl CEO Elon Musk als auch Wood haben hohe Erwartungen an Teslas autonome Fahrtechnik.

Laut Mask sollten Anleger ihre Tesla-Aktien verkaufen, wenn sie nicht an das Potenzial des autonomen Fahrens glauben, da „der größte Wert von Tesla in der Autonomie liegt“. Arks Prognosen schätzen, dass rund 90% von Teslas Unternehmenswert und Gewinne bis 2029 aus der Autonomie stammen werden.

Autonome Fahrzeuge könnten margenstarke Einnahmequellen schaffen, was die Auswirkungen weniger margenstarker EV-Verkäufe ausgleichen könnte. Dazu gehört die geplante Einführung eines Robotaxi-Geschäftsmodells. Tesla plant, sein Robotaxi-EV im Oktober vorzustellen.

Seit einem Jahrzehnt entwickelt Tesla autonomes Fahren und hat durch Fortschritte in der AI große Fortschritte erzielt. Die neueste Softwareversion 12 verwendet neuronale Netze statt herkömmlicher Codierung zur Interpretation der Fahrzeugumgebung.

Aktuell könnte Tesla überbewertet erscheinen, basierend auf den jüngsten Gewinnen. Doch die ambitionierten Ziele des Unternehmens und sein öffentliches Profil haben eine loyale Anlegergemeinde geschaffen, die mehr auf die langfristigen Aussichten als auf die Quartalszahlen achtet.

Elon Musk bleibt Teslas größter Vorteil und gleichzeitiges Risiko. Musk hat Tesla aufgebaut, ist jedoch ein hochprofilierter und lautstarker CEO, der gelegentlich für Kritik sorgt. Im Juni stimmten Investoren für die Wiedereinsetzung seines 44,9 Milliarden Dollar schweren Vergütungspakets, ein Zeichen ihrer Überzeugung, dass Tesla mit Musk besser dasteht als ohne ihn.

Die Kernfrage bleibt: Glauben Sie, dass Tesla autonome Fahrtechnologie auf den Markt bringt? Die Aktie besitzt ein breites Spektrum an potenziellen langfristigen Ergebnissen. Selbst wenn Arks Prognosen übertrieben erscheinen, könnte Tesla immer noch starke Renditen liefern, falls das autonome Fahrsystem erfolgreich ist. Anleger sollten jedoch auch die Risiken berücksichtigen.

Wer an Teslas autonomen Fahrkonzept glaubt, könnte in Betracht ziehen, seine Position langsam und stetig durch eine Durchschnittskosteneffektstrategie auszubauen und die Aktie als kleinen Teil eines diversifizierten Portfolios zu halten. Sollten Arks Prognosen annähernd zutreffen, kann sogar eine kleine Position große Renditen bringen.