Der DAX hat erneut versucht, nach oben zu klettern, wurde jedoch von Gewinnmitnahmen und internationalen Investitionstrends ausgebremst. Zwischenzeitlich konnte der DAX ein Plus von 2,8 Prozent verbuchen, bevor er wieder zurückfiel und zum Erhebungszeitpunkt nur noch ein Plus von 1,2 Prozent verzeichnete. Das bekannte Muster mit starken Rücksetzern setzte sich damit fort, was möglicherweise auch auf die Entscheidungen internationaler Investoren zurückzuführen ist. Jüngste Umfragen, wie die der Bank of America, zeigen, dass der Enthusiasmus für Eurozone-Aktien unter Fondsmanagern stark abgenommen hat. Während weltweit Aktien noch immer allgemein übergewichtet werden, gilt dies nur noch begrenzt für Eurozone-Titel. Hier gaben nur noch netto 10 Prozent der Fondsmanager an, übergewichtet in Aktien der Eurozone zu sein, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 30 Prozent im Vormonat. Dies könnte auch erklären, warum US-Aktien in letzter Zeit besser performten als die der Eurozone, gemessen am Euro Stoxx 50. Gleichzeitig zeigt sich ein leichtes Stimmungsaufhellen bei institutionellen Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont. Der Börse Frankfurt Sentiment-Index stieg auf -3, während das Bärenlager um fünf Prozentpunkte schrumpfte. Ein Fünftel der früheren Bären wechselte direkt ins Bullenlager, während der Großteil neutral blieb. Interessant ist auch die Entwicklung bei den Privatanlegern. Der Börse Frankfurt Sentiment-Index für Privatanleger sank um zwei Punkte auf +6. Dabei ist bemerkenswert, dass die über Social Media befragten Privatanleger weniger optimistisch eingestellt sind als der Rest der befragten Investoren, was zu einer Verringerung der bisherigen Stimmungskluft führte. Die allgemeine Stimmung bleibt eher neutral bis leicht optimistisch, mit einer fortgesetzten Seitwärtsbewegung seit über zwei Monaten. Die Untergrenze des DAX liegt knapp unter 18.000 Punkten, während das Allzeithoch bei etwa 18.840 bis 18.890 Punkten als obere Grenze zu sehen ist. Es bleibt abzuwarten, ob langfristige Kapitalflüsse den DAX aus dieser Seitwärtsbewegung herausreißen können. Interessant ist jedenfalls, dass die bisherige Abkehr internationaler Fondsmanager noch keine gravierenderen Auswirkungen auf den DAX hatte.
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Tendenz zur Starre: DAX kämpft gegen Widerstände