Die Anteilseigner von Symrise haben sich nach einer Phase positiver Kursentwicklung entschieden, Kasse zu machen. Trotz solider Geschäftsergebnisse konnte der Aromen- und Duftstoffehersteller die Erwartungen der Analysten nicht übertreffen. Der Jahresausblick blieb unter den Optimismus schürenden Prognosen.
Mittagszeitlich verzeichneten die Symrise-Aktien einen Rückgang von 1,6 Prozent auf 114,90 Euro im schwächelnden Dax. Der vorherige Tag brachte den Aktienkurs auf 117,20 Euro, den höchsten Stand seit Anfang 2022. Im Jahresverlauf konnte Symrise bisher ein Plus von 15 Prozent erzielen, während der Dax im selben Zeitraum um 9,6 Prozent stieg.
Symrise konnte im ersten Halbjahr dank erfolgreicher Geschäfte in den Segmenten teure Parfüms und Heimtiernahrungszusätze einen beeindruckenden Umsatzanstieg verbuchen. Auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg, unterstützt durch ein Sparprogramm. Trotz dieser positiven Entwicklungen und der beibehaltenen Jahresprognose äußerte Finanzvorstand Olaf Klinger Optimismus, zumindest das obere Ende des prognostizierten organischen Umsatzwachstums zu erreichen. Weitere Details dazu könnten bei der Vorstellung der Ergebnisse zum dritten Quartal folgen.
Dennoch entsprachen die Zahlen weitgehend den Konsensschätzungen, wobei Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank feststellte, dass der Markt offensichtlich mehr erwartet hatte. Georgina Fraser von Goldman Sachs bezeichnete das zweite Quartal im Vergleich zur Konkurrenz als enttäuschend und bemerkte, dass die bestätigte Zielspanne für das organische Umsatzwachstum unter den Konsenserwartungen und ihrer optimistischen Schätzung lag.
Charles Eden von der UBS ergänzte, dass Symrise nach vorherigen Prognosesenkungen 2023 gut beraten sei mit der Bestätigung des Ausblicks, doch die nicht erfolgte Anhebung enttäusche die Anleger.
Währenddessen zeigten sich die Aktien des Schweizer Konkurrenten Givaudan unbeeindruckt von den Symrise-Nachrichten. Sie setzten ihren Erholungstrend mit einem Plus von 1,1 Prozent fort und steigerten ihren Jahresgewinn auf 23 Prozent.