25. August, 2026

Politik

Stuttgart 21: Sondersitzung des Verkehrsausschusses wegen Projektverzögerung

Stuttgart 21: Sondersitzung des Verkehrsausschusses wegen Projektverzögerung

Angesichts der jüngsten Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 wird es am Freitag zu einer Sondersitzung des Bundestags-Verkehrsausschusses kommen. Diese Sitzung wurde von der CDU/CSU-Fraktion beantragt. Ulrich Lange (CSU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, kritisierte am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die Verschiebung des Projektstarts von Ende 2025 auf Ende 2026 scharf. Er bezeichnete das Vorhaben als weiteren Punkt auf der "Lachnummer-Liste" von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP).

Lange nannte die Verschiebung eine Frechheit und bemerkte, dass die Deutsche Bahn noch vor kurzem die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs für das kommende Jahr angekündigt hatte. Für ihn steht nun fest, dass die Deutsche Bahn sowohl der Politik als auch den Steuerzahlern systematisch falsche Versprechungen gemacht habe. Die Union habe Minister Wissing daher am Mittwoch im Verkehrsausschuss nach einer Erklärung dieser Entwicklungen gefragt.

Dabei habe Wissing einerseits die Verantwortung auf die Deutsche Bahn abgeschoben, andererseits aber betont, dass die DB AG vollumfänglich im Eigentum des Bundes stehe. Diese widersprüchlichen Aussagen seien für Lange nicht hinnehmbar. Er machte deutlich, dass die CDU/CSU-Fraktion sich mit solch widersprüchlichen Erklärungen nicht zufrieden geben werde.