Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Freitag einen leichten Aufwärtstrend gezeigt. Eine verhaltene Stimmung am Frankfurter Aktienmarkt führte am Morgen zu erhöhter Nachfrage nach festverzinslichen Wertpapieren. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future verzeichnete einen marginalen Anstieg von 0,05 Prozent, schloss bei 132,34 Punkten. Gleichzeitig lag die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen bei 2,43 Prozent.
Am Frankfurter Aktienmarkt hielten die Abwärtstendenzen auch zum Ende einer verlustreichen Börsenwoche an, was Anleger dazu bewog, vermehrt in sichere deutsche Staatspapiere zu investieren. Die geldpolitischen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) vom vergangenen Donnerstag hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Zinserwartungen am Markt. Laut Analysen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ließ die EZB die Leitzinsen unverändert und deutete keine klare Richtung für zukünftige Zinsschritte an.
Im weiteren Handelsverlauf werden keine bedeutenden Konjunkturdaten aus der Eurozone oder den USA erwartet, die für wesentliche Kursbewegungen sorgen könnten. Allerdings stehen noch einige Reden von prominenten Notenbankern auf der Agenda, darunter John Williams, Präsident der regionalen Notenbank von New York, und Raphael Bostic, Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta.