09. Juli, 2026

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Starker Quartalsabschluss bei Redcare Pharmacy: Elektronisches Rezept gibt Schub

Starker Quartalsabschluss bei Redcare Pharmacy: Elektronisches Rezept gibt Schub

Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy hat im letzten Quartal einen beachtlichen Zuwachs im operativen Gewinn erzielt. Ausschlaggebend dafür war insbesondere die Einführung des elektronischen Rezepts in Deutschland, durch das der DocMorris-Rivale seine Geschäftszahlen deutlich verbessern konnte. Auch der Verkauf rezeptfreier Medikamente verzeichnete einen erfreulichen Zuwachs. Bei Bereinigung um Sondereffekte und vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte das MDax-gelistete Unternehmen einen operativen Gewinn von 15 Millionen Euro verbuchen, was fast 14 Prozent mehr ist als im Vorjahreszeitraum und die Erwartungen der Analysten übertrifft.

Die positiven Quartalsergebnisse fanden auch am Finanzmarkt Anklang: Der Kurs der Redcare-Aktie stieg am Vormittag um rund 10 Prozent und erreichte mit 146 Euro ein Hoch seit April.

Trotz der guten Nachrichten bleibt die bereinigte operative Gewinnmarge mit 2,7 Prozent hinter der des Vorjahres zurück. Laut Volker Bosse, Analyst der Baader Bank, ist dies auf gestiegene Marketingausgaben für die CardLink-Technologie zurückzuführen. Diese ermöglicht es deutschen Kunden, elektronische Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente direkt über die Shop-Apotheke-App einzulösen.

Jefferies-Analyst Martin Comtesse zeigte sich nicht überrascht von der Verbesserung des operativen Ergebnisses, hob aber positiv hervor, dass die Profitabilität etwas besser ausfiel als erwartet. Das Management von Redcare hat die Jahresziele von zwei bis vier Prozent operativer Marge bestätigt.

Für das Jahr prognostiziert der Vorstand einen Umsatz von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Der Erlös aus dem Verkauf rezeptfreier Medikamente soll dabei um 15 bis 25 Prozent zulegen.

Die unternehmensinternen Zahlen zeigen auch, dass der Fehlbetrag im ersten Halbjahr um neun Prozent auf knapp 13 Millionen Euro gesenkt werden konnte. Die Umsatzentwicklung bestätigte das Management größtenteils, nachdem diese bereits Anfang Juli veröffentlicht worden war. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um ein Drittel auf über 560 Millionen Euro. Das operative Ergebnis wuchs jedoch nur moderat aufgrund gestiegener Umsatzkosten, die stärker anstiegen als das Umsatzplus.