Israels Militär weist auf die Gefahr einer erheblichen Ausweitung des Konflikts mit der schiitischen Miliz Hisbollah im grenznahen Gebiet zum Libanon hin. Oberstleutnant Daniel Hagari, Sprecher der israelischen Armee, machte in einer Videomitteilung die Hisbollah für verstärkte Angriffe verantwortlich und warnte davor, dass diese Aggressionen die Zukunft des Libanon gefährden könnten. Die Situation sei so angespannt, dass eine größere Eskalation mit potenziell verheerenden Folgen für die gesamte Region drohe.
Die Erklärung Hagaris wurde von den israelischen Streitkräften nach Angaben der Zeitung "Maariv" vom Sonntagabend später relativiert. Es handle sich hierbei nicht um eine Drohung, sondern um eine Botschaft an die internationale Staatengemeinschaft, um auf die wachsenden Spannungen hinzuweisen.
Seit dem Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als acht Monaten kommt es nahezu täglich zu Scharmützeln zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Jüngst haben diese an Heftigkeit zugenommen. Die von Iran unterstützte Hisbollah ist eng mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen verbündet, weist jedoch eine deutlich höhere militärische Stärke auf. Die jüngste Verstärkung ihrer Angriffe erfolgte infolge der gezielten Tötung eines ihrer Kommandeure durch das israelische Militär.