09. Juli, 2026

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Shell beeindruckt Analysten trotz rückläufigen Gewinns mit robustem Quartalsergebnis

Shell beeindruckt Analysten trotz rückläufigen Gewinns mit robustem Quartalsergebnis

Der internationale Öl- und Gaskonzern Shell setzt seine Aktienrückkäufe mit unvermindertem Tempo fort, nachdem das Unternehmen trotz eines rückläufigen Nettogewinns im zweiten Quartal überzeugende Ergebnisse vorgelegt hat. Für das laufende dritte Quartal sind Rückkäufe von Aktien im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Die Dividende für das zweite Quartal bleibt stabil bei 34,4 US-Cent je Aktie, sehr zum Missfallen einiger Analysten, die auf eine Erhöhung gehofft hatten. Dennoch verlief das zweite Quartal besser als erwartet, was einen leichten Anstieg des Aktienkurses um ein Prozent zur Folge hatte.

Trotz eines Rückgangs des bereinigten Nettogewinns um fast 20 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar fiel das Ergebnis besser aus als von Analysten prognostiziert. Die gesamte Branche hatte im Vorjahr noch von den steigenden Energiepreisen infolge des Ukraine-Kriegs profitiert. Shell konnte damals seinen Gewinn mehr als verdoppeln. Erfreulicherweise gelang es dem Konzern auch im abgelaufenen Quartal, seine Schulden stärker abzubauen als erwartet.

RBC-Analyst Biraj Borkhataria lobte die "starken Ergebnisse" von Shell im Vergleich zu Wettbewerbern wie ExxonMobil, Chevron, BP und Totalenergies. Insbesondere das Upstream-Geschäft und das Marketing schnitten besser ab als ursprünglich prognostiziert.

Für die Aktionäre blieb unter dem Strich mit 3,5 Milliarden Dollar jedoch nur halb so viel wie im Vorjahr. Grund dafür sind unter anderem Verzögerungen beim Bau einer Biospritanlage in Rotterdam, die bereits Anfang Juli zu einer Milliardenabschreibung geführt hatten. Diese Verzögerungen hatten den Gashandel saisonal beeinflusst, was zu den moderaten Ergebnissen beitrug.

Konzernchef Wael Sawan bestätigte die Jahresprognose und rechnet weiterhin mit Investitionen von 22 bis 25 Milliarden Dollar im Jahr 2024.