08. Juli, 2026

Märkte

Schwergewichtige Verluste an US-Börsen setzen sich fort

Schwergewichtige Verluste an US-Börsen setzen sich fort

Die Abwärtsspirale an den US-amerikanischen Aktienmärkten hat sich am Montag ungebremst fortgesetzt. Angesichts wachsender Rezessionsängste in den USA verzeichnete der marktweite S&P 500 einen deutlichen Rückgang von 3,00 Prozent auf 5.186,33 Punkte – der größte Tagesverlust seit September 2022. Auch der führende Dow Jones Industrial konnte sich dem Abwärtssog nicht entziehen und verlor 2,60 Prozent, womit er auf 38.703,27 Punkte fiel. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss mit einem Minus von 2,96 Prozent auf 17.895,16 Punkten.

Die wachsenden Konjunkturängste überschatten derzeit die einstigen Hoffnungen auf eine anstehende Zinssenkung im September. Bereits der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag hatte die Furcht geschürt, dass die wirtschaftliche Abkühlung schneller voranschreitet als erwartet.

Besonders hart traf es die Chipwerte, die nach einem Höhenflug aufgrund von großen Erwartungen an Künstliche Intelligenz (KI) nun massiv unter Druck gerieten. Die Aktien des KI-Vorführunternehmens Nvidia verloren beachtliche 6,4 Prozent, verblieben jedoch über ihrem Tagestief. Die Stimmung verschlechterte sich weiter durch einen Medienbericht über eine Verzögerung neuer KI-Chips von Nvidia aufgrund von Designmängeln. Trotz alledem konnte Nvidia seit Jahresbeginn eine Wertverdoppelung verzeichnen.

Auch andere Halbleiterwerte wie Intel mussten erhebliche Einbußen hinnehmen, nachdem die Bank of America ihre positive Einschätzung nach enttäuschenden Quartalsergebnissen revidierte.

Die Papiere des Elektroautobauers Tesla sanken um 4,2 Prozent, während die Aktien des iPhone-Herstellers Apple 4,8 Prozent verloren. Zusätzlich wurde bekannt, dass die Anlagegesellschaft Berkshire Hathaway, die von Investor Warren Buffett geleitet wird, im zweiten Quartal Aktien im Wert von 75,5 Milliarden US-Dollar abgestoßen hatte.

Die in New York notierten Anteilsscheine von Biontech büßten 4,5 Prozent ein. Der Mainzer Impfstoffhersteller machte im zweiten Quartal aufgrund hoher Entwicklungskosten ähnliche Verluste. Auch die Aktien des US-Konkurrenten Moderna fielen um 3,3 Prozent, belastet durch eine Herabstufung der positiven Bewertung der kanadischen Bank RBC.

Die andauernde Abwertung des Bitcoins zog die Aktien der Kryptowährungs-Handelsplattform Coinbase um 7,3 Prozent nach unten. Dagegen legten die Aktien von Kellanova um gut 16 Prozent zu, nachdem Interesse des Konkurrenten Mars an dem Pringles-Hersteller bekannt wurde.

Der Euro setzte seinen Aufwärtstrend fort und notierte zuletzt bei 1,0956 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,0966 Dollar fest.

US-Staatsanleihen profitierten von der erhöhten Risikoscheu der Anleger. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) hielt sich im späten Handel mit einem minimalen Minus auf 114,11 Punkten gut. Die Rendite betrug 3,78 Prozent.