16. August, 2026

Politik

Schwere Cyber-Attacke auf CDU: Daten von Friedrich Merz betroffen

Schwere Cyber-Attacke auf CDU: Daten von Friedrich Merz betroffen

Die CDU sieht sich derzeit mit den Folgen eines gravierenden Cyber-Angriffs auf ihr Netzwerk konfrontiert. Wie ein Sprecher der Partei bekanntgab, sind auch persönliche Daten des Vorsitzenden Friedrich Merz kompromittiert worden. Konkret seien Daten aus einem Kalender des Parteivorsitzenden abgeflossen. Aufgrund laufender Ermittlungen wurden jedoch keine weiteren Details bekannt gegeben.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen sowie die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen haben die Untersuchungen aufgenommen. Dies ist aufgrund der Tatsache von Bedeutung, dass die IT-Abteilung der Bundespartei in diesem Bundesland ansässig ist.

Die Cyber-Attacke wurde Anfang des Monats publik. Infolgedessen haben sowohl der Verfassungsschutz als auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Als präventive Maßnahme wurde die IT-Infrastruktur der Partei teilweise vom Netz genommen und isoliert. Laut früheren Berichten war unter anderem die zentrale Mitglieder-Datei von dem Angriff betroffen.

Der CDU-Vorsitzende Merz bezeichnete den Vorfall als den schwersten Angriff auf die IT-Struktur einer politischen Partei in Deutschland. Er sprach von massiven und hochprofessionellen Attacken, gegen die man sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen müsse. Aufgrund der laufenden Ermittlungen konnten bislang keine weiteren Angaben zum Ausmaß des Schadens oder zu möglichen Tätern gemacht werden.

Dieses jüngste Ereignis erinnert an eine ähnliche Cyber-Attacke, die im vergangenen Jahr die SPD traf. Damals wurden E-Mail-Konten der Parteizentrale gehackt, was die Bundesregierung einem russischen Militärgeheimdienst zuschrieb. Dies führte zu diplomatischen Spannungen, unter anderem wurde ein hochrangiger russischer Diplomat ins Auswärtige Amt einbestellt und der deutsche Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, zu Konsultationen nach Berlin zurückgerufen.