07. Juli, 2026

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Rivian trotzt Verlusten und setzt auf Effizienzsteigerungen

Rivian trotzt Verlusten und setzt auf Effizienzsteigerungen

Der Elektrofahrzeughersteller Rivian Automotive bleibt trotz größerer Verluste als erwartet zuversichtlich und hält an seiner Produktionsprognose für das Jahr fest. Ein im zweiten Quartal erfolgter Produktionsstopp zur Optimierung der Montagelinien soll die Effizienz steigern und die Gewinnspanne im Jahresendgeschäft verbessern.

Trotz eines Einbruchs der Aktie um mehr als 5% in nachbörslichen volatilen Handelsstunden, erzielte Rivian durch spezielle Leasingangebote höhere Umsatzzahlen. Diese Maßnahmen halfen dem Unternehmen, Teile seines Lagerbestands zu räumen und die Umsatzerwartungen zu übertreffen.

CEO RJ Scaringe erläuterte gegenüber Reuters, dass die Bestände im dritten Quartal wieder aufgebaut werden müssen, was zu geringeren Auslieferungen im Vergleich zum Vorquartal führen werde. Die Kostensenkungen durch die Fabrik-Umrüstungen werden größtenteils in der zweiten Jahreshälfte spürbar sein.

Der Nettoverlust von Rivian betrug im zweiten Quartal 1,46 Milliarden Dollar, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig schließt Rivian eine neue Joint-Venture-Partnerschaft mit der Volkswagen Gruppe ab, welche durch eine Investition von 5 Milliarden Dollar das US-amerikanische Unternehmen in der Entwicklung von E-Fahrzeugarchitekturen und Software unterstützen wird.

Rivian kämpft weiterhin mit hohen Verlusten pro Fahrzeug, während die Lagerbestände an Bestellungen zurückgehen und Kundenreservierungen teilweise storniert wurden. Die jüngste Quartalsbilanz wies einen Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar aus und übertraf damit die Analystenschätzung von 1,14 Milliarden Dollar.

Neben Rivian haben auch andere Elektrofahrzeug-Startups wie das von Saudi-Arabiens Public Investment Fund unterstützte Lucid erhebliche Cash-Abflüsse angesichts der Herausforderung, Produktionskosten zu senken und mit Branchenführern wie Tesla, Ford und General Motors zu konkurrieren.

Am Ende des zweiten Quartals verfügte Rivian über liquide Mittel in Höhe von 5,76 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 7,86 Milliarden Dollar Ende 2022. Die Kooperation mit der Volkswagen Gruppe bietet jedoch langfristig eine finanzielle Stütze, während Rivian auf den Verkaufsstart seiner neuen R2-SUV-Modelle hinarbeitet.