08. Juli, 2026

Märkte

Rezessionsängste treiben US-Märkte weiter ins Minus

Rezessionsängste treiben US-Märkte weiter ins Minus

Die Verkaufswelle an den US-Märkten setzte sich am Montag weiter fort und insbesondere die Technologiebörse Nasdaq erlebte einen weiteren deutlichen Rückgang. Die Bedenken der Investoren über eine drohende Rezession in den USA verstärken sich zunehmend, sodass die Hoffnung auf eine Zinssenkung im September in den Hintergrund tritt. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag trug zu diesen Ängsten bei und ließ Befürchtungen aufkommen, dass die wirtschaftliche Abkühlung schneller als erwartet voranschreitet. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor zuletzt 2,49 Prozent und sank auf 38.749,71 Punkte, womit er auf den dritten Verlusttag in Folge zusteuert. Der breit gefasste S&P 500 fiel um 2,79 Prozent auf 5.197,47 Punkte, während der Nasdaq 100 um 2,79 Prozent auf 17.925,45 Punkte nachgab. Besonders betroffen vom Abwärtstrend sind die Chipwerte unter der Führung von Nvidia, die durch vorherige Spekulationen über Künstliche Intelligenz stark gestiegen waren und nun deutlich unter Druck stehen. Nvidia-Papiere verloren 6,5 Prozent an Wert, nachdem Berichte über Designmängel bei neuen KI-Chips die Verschiebung deren Starts nahelegten. Trotz dieser negativen Entwicklungen konnte das Unternehmen seit Jahresbeginn eine Wertverdoppelung verzeichnen. Auch andere Halbleiterwerte wie Intel und Micron Technology waren betroffen. Intel litt zusätzlich unter einer negativen Neubewertung durch die Bank of America, was die Aktien nach enttäuschenden Quartalszahlen und Jahreszielen weiter nach unten drückte. Die Aktien des Elektroautobauers Tesla fielen um 4,1 Prozent, während jene von Apple um 4,4 Prozent abrutschten. Dazu trug die Nachricht bei, dass Berkshire Hathaway, die Anlagegesellschaft von Warren Buffett, im zweiten Quartal Aktien im Wert von 75,5 Milliarden US-Dollar veräußert hatte, was fast die Hälfte ihrer Beteiligung ausmachte. Die in New York gelisteten Anteilscheine von Biontech verloren 3,4 Prozent, da der Mainzer Impfstoffhersteller im zweiten Quartal hohe Verluste verzeichnete. Im Sog dieser Entwicklung fielen die Aktien des US-Konkurrenten Moderna um 3,1 Prozent, zudem belastete eine gestrichene Anlageempfehlung durch die kanadische Bank RBC. Analyst Luca Issi wies darauf hin, dass Moderna bei RSV- und Covid-Vakzinen kurzfristig mit erheblichem Gegenwind zu kämpfen habe. Währenddessen zogen die anhaltenden Verluste beim Bitcoin auch die Aktien der Kryptowährungs-Handelsplattform Coinbase nach unten, die um 5,1 Prozent fielen. Entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend sprangen die Titel von Kellanova um 15 Prozent nach oben, nachdem Berichte von Bloomberg über ein mögliches Interesse von Mars am Pringles-Hersteller die Runde machten.