08. Juli, 2026

Märkte

Panik an den asiatischen Aktienmärkten: Technologiewerte unter Druck

Panik an den asiatischen Aktienmärkten: Technologiewerte unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte erlebten einen weiteren Tag des Ausverkaufs zu Beginn der neuen Börsenwoche. Befürchtungen über eine mögliche harte Landung der US-Konjunktur erschreckten auch am Montag die Investoren. Zusätzlich belasteten Berichte, die besagen, dass Nvidia aufgrund von Designmängeln den Launch neuer KI-Chips verschieben muss; diese Nachricht traf die Technologiewerte besonders hart. Nvidia hatte zuletzt als großer Profiteur der KI-Revolution die allgemeine Börsen-Rallye befeuert.

In Japan nahmen Anleger vor allem Gewinne mit. Der Leitindex Nikkei 225 brach um 12,4 Prozent ein und schloss bei 31.458,42 Punkten – der tiefste Stand seit November 2023. Zwischenzeitlich musste der Handel aufgrund extremer Kursbewegungen sogar unterbrochen werden. Börsianer sprechen nun von einem sogenannten Bärenmarkt, da der Nikkei vom jüngsten Rekordhoch inzwischen mehr als 20 Prozent verloren hat.

Zur Mitte des Jahres hatte der Nikkei 225 bei über 42.400 Punkten seine Höchstmarke erreicht, bevor der starke Anstieg der Landeswährung Yen die Aktienkurse exportabhängiger Unternehmen belastete. Am Montag erreichte der Yen zum US-Dollar den höchsten Stand seit Jahresbeginn, was zusätzlichen Druck ausübte.

Die Devisenexperten der Commerzbank beschrieben die Situation als "Panik am Markt im Hinblick auf die US-Konjunktur". Die globalen Aktienindizes seien risikoscheu und verkauften Aktien. Angesichts der jüngsten schwachen Konjunkturdaten und eines "beispiellosen Zinserhöhungszyklus" der US-Notenbank sei es fraglich, ob eine Rezession abgewendet werden könne.

Besser als die japanischen Indizes hielten sich die chinesischen Börsen, obwohl auch hier Verluste zu verzeichnen waren. Der Hang-Seng-Index aus Hongkong fiel um 2,7 Prozent auf 16.494 Punkte, während der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen eine Abnahme um 1 Prozent auf 3.351 Punkte verzeichnete. Beide Indizes hatten in den vergangenen Wochen bereits deutlich verloren.

Auch die australische Börse konnte sich den negativen Vorgaben nicht entziehen. Der S&P/ASX 200 fiel um 3,7 Prozent auf 7.649,60 Punkte.