08. Juli, 2026

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Optimismus bei Moller-Maersk trotz turbulenter Gewässer

Optimismus bei Moller-Maersk trotz turbulenter Gewässer

Die anhaltenden Spannungen im Roten Meer und die daraus resultierenden steigenden Frachttransportpreise verleihen der dänischen Fracht-Reederei Moller-Maersk neuen Auftrieb. Obwohl die Unterbrechungen in den Lieferketten voraussichtlich mindestens bis Ende 2024 fortbestehen, zeigt sich das Unternehmen optimistisch für das Gesamtjahr, wie es am Donnerstag in Kopenhagen bekanntgab. Die Unvorhersehbarkeit des Konflikts lässt Angebot und Nachfrage für Transportkapazitäten schwanken. Doch trotz dieser Herausforderungen rechnet Moller-Maersk für 2024 mit einem Wachstum des globalen Containermarkts um vier bis sechs Prozent, nachdem zuvor höchstens 4,5 Prozent prognostiziert worden waren. Dies könnte auch im Tagesgeschäft zu höheren Einnahmen führen. Für das laufende Jahr erwartet die Reederei nun zwischen 3 und 5 Milliarden US-Dollar operativen Gewinn (Ebit) vor Zinsen, Steuern und Sonderposten, anstatt der bislang angesetzten 1 bis 3 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal erzielte Moller-Maersk auf Basis vorläufiger Daten um Sondereffekte bereinigt 756 Millionen Dollar operativen Gewinn. Dies stellt zwar einen Rückgang um mehr als ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar, jedoch profitierten die Reedereien damals noch von den Auswirkungen der stark gestörten Lieferketten, die die Preise für Seetransportkapazitäten in die Höhe getrieben hatten und ihnen in den Jahren 2021 und 2022 rekordverdächtige Gewinne bescherten. Moller-Maersk, das rund ein Sechstel der weltweiten Containertransporte auf See abwickelt, hatte aufgrund der angespannten Lieferketten während der Corona-Pandemie seine Schiffskapazitäten stark erhöht. Allerdings brach die Nachfrage anschließend ein, da viele Unternehmen ihre Lagerbestände abbauten und die gestiegene Inflation die Konsumlaune trübte. In den letzten Monaten führten schließlich die Konflikte im Roten Meer wieder zu steigenden Transportpreisen. Militante Huthi schießen immer wieder Schiffe mit Raketen an, weshalb viele Frachter nun südlich um Afrika fahren, statt durch den Suezkanal, der normalerweise 12 Prozent des globalen Seehandels abwickelt. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal wird Moller-Maersk am Mittwoch, den 7. August, vorlegen.