10. Juli, 2026

Märkte

Ölpreise: Fortsetzung der Talfahrt trotz globaler Bemühungen

Ölpreise: Fortsetzung der Talfahrt trotz globaler Bemühungen

Die Ölpreise setzten am Montag ihren Abwärtstrend fort, nachdem bereits am Freitag deutliche Kursverluste verzeichnet wurden. Besonders bemerkenswert ist der Fall der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI), die erstmals seit Mitte Juni unter die Marke von 80 US-Dollar rutschte.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September wurde am Nachmittag für 81,97 Dollar gehandelt, was einen Rückgang um 66 Cent im Vergleich zum Freitag bedeutete. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im August verzeichnete einen Preisrückgang von 64 Cent auf 79,49 Dollar.

Während sich die Ölpreise am Morgen noch kurzzeitig stabilisieren konnten, setzte im Verlauf des Tages erneut ein Verlusttrend ein. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Wochenauftakt im Ölmarkt. Bereits am Freitagabend hatten die Notierungen deutlich stärkere Verluste verzeichnet. So sank der Preis für Brent-Rohöl zeitweise um etwa zwei Dollar je Barrel. Experten verwiesen auf ein geringes Handelsvolumen, das zu stärkeren Kursausschlägen geführt hatte, sowie auf eine globale Computerpanne, die zahlreiche Wirtschaftsbereiche ins Stocken brachte und für Unsicherheit an den Märkten sorgte.

Zu Wochenbeginn stützten Meldungen aus China die Ölpreise nur kurzzeitig. Die chinesische Notenbank reagierte auf die anhaltende Wirtschaftsschwäche des Landes mit einer Lockerung der Geldpolitik. Mehrere Kreditzinsen wurden leicht gesenkt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Diese Maßnahmen konnten jedoch den Abwärtstrend der Ölpreise nicht nachhaltig stoppen.