25. August, 2026

Politik

Nato-Generalsekretär Stoltenberg begrüßt deutsche Entscheidung zur Waffenfreigabe für die Ukraine

Nato-Generalsekretär Stoltenberg begrüßt deutsche Entscheidung zur Waffenfreigabe für die Ukraine

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Entscheidung der Bundesregierung, der Ukraine den Einsatz von deutschen Waffen gegen militärische Ziele in Russland zu erlauben, ausdrücklich unterstützt. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur betonte der Norweger, dass die Ukraine ein Recht auf Selbstverteidigung habe. Durch die Lockerung der Beschränkungen erhalte die Ukraine erweiterte Möglichkeiten, sich gegen die Aggressoren zu verteidigen. Dazu gehöre auch das legitime Recht, militärische Ziele innerhalb Russlands anzugreifen. Stoltenberg äußerte sich hierzu am Rande eines Treffens östlicher Nato-Staaten in Riga, Lettland.

Jüngst hatten mehrere Staaten, darunter Deutschland und die USA, der Ukraine die Erlaubnis erteilt, von ihnen gelieferte Waffen auch gegen Ziele auf russischem Territorium einzusetzen. Diese Maßnahme solle dazu dienen, Angriffe auf die Ukraine von russischem Boden aus zu verhindern. Auf die Frage, ob die Ukraine bereits westliche Waffen für solche Einsätze verwendet habe, konnte Stoltenberg keine operativen Details nennen. Grundsätzlich unterstütze er jedoch die gelockerten Beschränkungen, da dies der Ukraine die Wahrung ihres Selbstverteidigungsrechts erleichtere.

"Es ist sinnvoll, der Ukraine den Einsatz dieser Waffen zu gestatten, insbesondere gegen militärische Ziele in der Nähe der Ukraine", erklärte Stoltenberg. "Dies ist ein Angriffskrieg, sie verteidigen sich. Sich zu verteidigen ist keine Eskalation."

Seit über zwei Jahren wehrt sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg und ist bei militärischer Ausrüstung stark auf die Unterstützung der westlichen Staaten angewiesen.