25. August, 2026

Politik

Italien blockiert klares Bekenntnis zum Abtreibungsrecht beim G7-Gipfel

Italien blockiert klares Bekenntnis zum Abtreibungsrecht beim G7-Gipfel

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verhinderte als Gastgeberin des G7-Gipfels eine erneute ausdrückliche Bestätigung des Rechts auf Abtreibung durch die führenden demokratischen Industrienationen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen. In der Abschlusserklärung wird lediglich betont, dass Frauen das Recht auf angemessene Gesundheitsdienste haben, und es wird allgemein auf 'sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte' hingewiesen.

Im Vergleich zum G7-Gipfel in Japan im Vorjahr, bei dem sich die Staats- und Regierungschefs klar zur Schaffung umfassender sexueller und reproduktiver Gesundheit einschließlich des Zugangs zu sicherer und legaler Abtreibung bekannten, stellt dies einen Rückschritt dar.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte am Donnerstagabend Bedauern über Melonis Entscheidung. Er betonte, dass nationale Positionen respektiert werden müssten, verwies jedoch auf die Verankerung des Abtreibungsrechts in der französischen Verfassung. Meloni warf Macron vor, den G7-Gipfel für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen und verteidigte ihre Position als Vermeidung unnötiger Wiederholungen.

Ein ranghoher EU-Beamter sprach sich klar für Macrons Position aus und betonte, dass die EU versucht habe, das Ergebnis von Hiroshima zu verteidigen. Eine Einigung konnte jedoch nicht erzielt werden. Brisanz erhielt das Thema zusätzlich durch die Einladung von Papst Franziskus, der erstmals an einem G7-Gipfel teilnahm und bei einer Gesprächsrunde zum Thema Künstliche Intelligenz anwesend war.