Mit einem umfassenden Finanzpaket, einem richtungsweisenden Sicherheitsabkommen und neuen Sanktionen stellen die USA und ihre G7-Verbündeten die Ukraine auf ein stabileres Fundament. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das vom russischen Angriffskrieg gebeutelte Land langfristig abzusichern und seine Verteidigungsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die sieben großen Industriestaaten, darunter Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und die USA, einigten sich bei ihrem Gipfeltreffen auf einen Kredit in Milliardenhöhe, der durch Zinserträge aus eingefrorenen russischen Staatsvermögen abgezahlt werden soll. Der Ukraine-Konflikt prägte den ersten Tag des G7-Gipfels, der dieses Jahr im luxuriösen Resort 'Borgo Egnazia' in Apulien stattfindet. Die USA bieten an, bis zu 50 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen und beabsichtigen, weitere Staaten zur finanziellen Beteiligung zu bewegen. Bundeskanzler Olaf Scholz betonte, dass das frische Kapital der Ukraine die notwendigen Mittel für militärische Maßnahmen und den Wiederaufbau einbringen werde. 'Der russische Präsident wird nicht erfolgreich sein. Seine Strategie, die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben, ist heute gescheitert', kommentierte Scholz. Im Rahmen des Gipfels wurde auch ein bilaterales Sicherheitsabkommen zwischen den USA und der Ukraine angekündigt, das militärische Unterstützung, Kooperation in der Rüstungsindustrie und den Austausch von Geheimdienstinformationen umfasst. Das Abkommen, das über zehn Jahre laufen soll, zielt darauf ab, die Ukraine fit für eine Nato-Mitgliedschaft zu machen, auch wenn es keine spezifischen Sicherheitsgarantien oder Zusagen für bestimmte Waffensysteme beinhaltet. Die Weltbank schätzt die Kriegsschäden in der Ukraine mittlerweile auf über 486 Milliarden US-Dollar, und die G7-Staaten prüfen weiterhin legale Wege, Russland zur Übernahme der Kosten zu zwingen. Die russische Reaktion auf die Pläne der G7-Staaten war scharf. Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, nannte die Verwendung eingefrorener russischer Gelder für die Unterstützung der Ukraine 'verbrecherisch' und drohte insbesondere den Europäern mit scharfen Gegenmaßnahmen. Zusätzlich führten die USA Sanktionen gegen Russland ein, die sich auch gegen chinesische Firmen richten, die den Krieg unterstützen. In der G7-Erklärung wird China aufgefordert, die Lieferung militärisch nutzbarer Güter an Russland einzustellen. Diese und weitere Maßnahmen sollen die internationale Gemeinschaft dazu drängen, eine einheitliche Haltung gegen den russischen Angriffskrieg zu zeigen und unfaire Handelspraktiken zu bekämpfen. Die ökonomischen Spannungen könnten am zweiten Gipfeltag weiter zunehmen, wenn die G7 über wirtschaftliche Sicherheit diskutieren. Der Gruppe zufolge verursachen Chinas nicht-marktwirtschaftliche Praktiken wie Subventionen übermäßige Kapazitäten und verzerren den globalen Wettbewerb. Weitere Strafzölle auf chinesische Importe stehen zur Debatte, nachdem die EU bereits Pläne für Zölle auf chinesische Elektroautos angekündigt hat.
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G7-Staaten vereinbaren Milliarden-Kredit und Sicherheitsabkommen für die Ukraine