Die Verhandlungen über die Verwendung eingefrorener russischer Staatsgelder stehen kurz vor dem Abschluss, wie der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Donnerstag bekanntgab. Kurz vor Beginn des G7-Gipfels im süditalienischen Apulien betonte er, dass die Delegationen der G7-Nationen erhebliche Fortschritte bei der Erzielung einer Einigung gemacht haben. Man hoffe, dass beim Treffen der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag eine gemeinsame Vision für das weitere Vorgehen erreicht werde. „Wir stehen hier kurz vor einem guten Ergebnis“, so Sullivan erfreut.
Noch bis Samstag beraten die Staats- und Regierungschefs der führenden demokratischen Industrienationen über entscheidende globale Themen. Besonders im Fokus steht die finanzielle Unterstützung für die Ukraine, die auf ein bedeutendes neues Hilfspaket hoffen kann. Ein hochrangiger EU-Beamter ließ bereits verlauten, dass geplant sei, aus den Zinsen eingefrorener russischer Vermögenswerte einen Kredit in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar (etwa 47 Milliarden Euro) zu finanzieren.
Die konkreten Details dieser geplanten Unterstützung sind allerdings weiterhin Gegenstand der Verhandlungen. Sullivan äußerte sich zu den spezifischen Ausarbeitungen noch nicht.