Die Europäische Zentralbank hat der Banque Havilland die Lizenz entzogen und damit ein Kapitel geschlossen, das über 15 Jahre hinweg von regulatorischen Sanktionen und Kontroversen geprägt war. Die in Luxemburg ansässige Privatbank war in der Vergangenheit aufgrund von Verstößen gegen Geldwäschevorschriften und einem angeblichen Versuch, die Wirtschaft Katars zu destabilisieren, mehrfach ins Visier der Behörden geraten.
Laut einer Mitteilung der Luxemburger Finanzaufsicht, der Commission de Surveillance du Secteur Financier, wird die Bank nicht länger von Luxemburg aus operieren können. Mit dieser Entscheidung wird die Tür für eine weitere Tätigkeit von Banque Havilland in Luxemburg endgültig geschlossen.
Die Bank befindet sich im Besitz einer Familie, die als enge Freunde des in Ungnade gefallenen britischen Prinzen Andrew bekannt sind. Diese familiären Verbindungen sowie die wiederholten rechtlichen Beanstandungen trugen maßgeblich zu dem Entschluss bei, die Banklizenz zu entziehen.