10. August, 2026

Politik

Europawahl: AfD büßt in Umfragen ein, Grüne legen zu

Europawahl: AfD büßt in Umfragen ein, Grüne legen zu

Inmitten politischer Verwerfungen um ihre Topkandidaten registriert die Alternative für Deutschland (AfD) einen spürbaren Rückgang der Zustimmung im Vorfeld der Europawahlen. Laut einer aktuellen Insa-Erhebung für die „Bild am Sonntag“ sank die Zustimmung zur AfD auf 17 Prozent, ein Verlust von zwei Prozentpunkten im Vergleich zu einer vorangegangenen Befragung des gleichen Instituts. Die Kontroverse um die Spitzenkandidaten Maximilian Krah und Petr Bystron, die mit prorussischen Netzwerken in Verbindung gebracht werden, sowie unterschwelligen Vorwürfen über ausländische Finanzierungen, scheinen Wähler zu verunsichern. Staatsanwaltschaftliche Prüfungen stehen im Raum und lenken die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Partei.

Die Grünen hingegen dürfen sich über einen Aufwind freuen – sie klettern in der Insa-Sonntagsfrage um eineinhalb Punkte auf nunmehr 13 Prozent. Dies lässt auf eine gestärkte Position in der anstehenden Wahl schließen. Währenddessen halten sich die Verschiebungen bei den anderen Parteien in Grenzen: Die SPD verbleibt bei 16 Prozent, die Union dominiert mit 29 Prozent weiterhin das Feld, und sowohl die FDP als auch die Linke halten sich stabil bei jeweils 4 Prozent. Die Bürger in Wut (BSW) erreichen 7 Prozent, während die Freien Wähler mit ihren 3 Prozent das Schlusslicht bilden.

Wahlumfragen sind nicht in Stein gemeißelt; sie unterliegen diversen Unsicherheitsfaktoren, darunter sinkende Parteibindungen und spontane Wahlentscheidungen. Diese Dynamiken erschweren es den Meinungsforschern, verlässliche Vorhersagen zu treffen. Die Entwicklung der Zustimmungsraten im direkten Vorfeld der Wahl am 9. Juni könnte noch einige Bewegung in das politische Kräftespiel bringen.