08. Juli, 2026

Märkte

Euro setzt Aufwärtstrend fort: Fazilitäten vor Leitzinssenkungen durch die Fed steigen

Euro setzt Aufwärtstrend fort: Fazilitäten vor Leitzinssenkungen durch die Fed steigen

Der Euro hat seine Erholung am Montag weiter fortgesetzt und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0954 US-Dollar. Zwischenzeitlich erreichte die Gemeinschaftswährung mit 1,1008 Dollar den höchsten Stand seit Jahresbeginn. Der von der Europäischen Zentralbank festgesetzte Referenzkurs lag bei 1,0966 Dollar, nach 1,0835 Dollar am Freitag. Damit kostete der US-Dollar 0,9119 Euro, verglichen mit 0,9229 Euro am Vortag.

Die Schwäche der amerikanischen Währung wird durch Bedenken über eine mögliche "harte Landung" der US-Wirtschaft befeuert, die durch einen schwachen Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag neue Nahrung erhalten hatten. Diese Unsicherheiten belasten die globalen Aktienmärkte seit einigen Tagen erheblich. Dies hat die Erwartungen an baldige Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank Fed erhöht.

Marktbeobachter, darunter Michael Pfister, Devisenexperte der Commerzbank, sehen nun eine Tendenz zu zwei US-Zinssenkungen um je 0,50 Prozentpunkte im September und November. Diese Annahmen werden durch Prognoseänderungen großer Finanzhäuser weiter gestützt. Diskutiert wurde sogar über eine Notfall-Zinssenkung vor der September-Sitzung.

Dennoch musste der Euro einen Teil seiner Tagesgewinne aufgrund positiver US-Wirtschaftsdaten abgeben. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) zeigte eine unerwartet deutliche Verbesserung der Stimmung im Dienstleistungssektor im Juli. Dies kam überraschend, nachdem eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten zuvor enttäuschend ausgefallen war.