10. Juli, 2026

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Easyjet: Starkes Quartal dank Reiselust und Preissignalen

Easyjet: Starkes Quartal dank Reiselust und Preissignalen

Easyjet profitiert weiterhin von der verstärkten Reiselust und meldet für das dritte Geschäftsquartal bis Ende Juni einen um Sondereffekte bereinigten Vorsteuergewinn von 236 Millionen britischen Pfund (280 Millionen Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen in Luton nahe London mitteilte. Die Konkurrenz von Europas größter Billigfluggesellschaft, Ryanair, zeigt sich damit übertroffen.

Die Erwartungen der Branchenkenner wurden von Easyjet deutlich übertroffen. Ein zeitweiser Kursanstieg um fast 10 Prozent ließ die Aktie von Easyjet den leichten Rückgang von Ryanair vom Montag mehr als wettmachen. Zuletzt notierte das Papier knapp 6 Prozent höher. Analyst Harry Gowers von JPMorgan kommentierte, dass der Markt nach den schwachen Signalen von Ryanair auf eine Preisreduzierung vorbereitet war, sich die Preissignale von Easyjet für den Sommer jedoch als durchaus akzeptabel erwiesen.

"Dieses Ergebnis wurde erzielt, obwohl Ostern in diesem Jahr in den März fiel", stellte Unternehmenschef Johan Lundgren fest. Easyjet befinde sich auf dem besten Weg zu einem weiteren Rekordsommer, was die mittelfristigen Ziele näherbringe. In den Monaten April bis Juni wurden gut 25,3 Millionen Passagiere befördert, ein Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Auslastung der Flugzeuge erhöhte sich leicht von 89,6 Prozent auf 90,0 Prozent, während der Umsatz um 11 Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund stieg. Die Treibstoffkosten wuchsen mit sieben Prozent auf 625 Millionen Pfund weniger stark an.

Analyst Patrick Creuset von Goldman Sachs findet die Kommentare zum Sommergeschäft ermutigend, besonders nach den jüngsten schwachen Signalen von anderen Fluggesellschaften. Ruairi Cullinane von der RBC Bank betont, dass das von Wachstum, niedrigen Kosten und hohen Margen im Urlaubsgeschäft geprägte Geschäftsmodell von Easyjet attraktiv sei. Trotzdem seien einige andere europäische Branchentitel günstiger bewertet.