10. Juli, 2026

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Dax-Verluste nach enttäuschenden Zahlen: Eine gemischte Bilanz auf dem Parkett

Dax-Verluste nach enttäuschenden Zahlen: Eine gemischte Bilanz auf dem Parkett

Der deutsche Aktienindex Dax musste am Mittwoch einige seiner bisherigen Wochengewinne abgeben, was unter anderem auf die schwache Performance der Deutschen Bank zurückzuführen ist. Diese Schwäche wurde durch enttäuschende Quartalszahlen der US-Giganten Tesla und Alphabet sowie schwache Wirtschaftsdaten weiter verstärkt.

„Wenn Mitglieder der 'Magnificent 7' enttäuschen, dann zieht das den gesamten Markt nach unten“, erklärte Thomas Altmann von QC Partners. Der Dax sank zur Mittagszeit um 0,88 Prozent auf 18.393,72 Punkte und fiel somit wieder unter die 50-Tage-Linie, die er erst am Vortag überschritten hatte. Der MDax verlor 0,64 Prozent und steht nun bei 25.135,71 Punkten.

Zusätzliche Sorgen bereiten die Verluste an der technologielastigen US-Börse Nasdaq, was insbesondere durch die KI-bezogenen Warnungen von Alphabet verstärkt wurde. „Ausgerechnet dort gewarnt, wo es den Tech-Fans am meisten wehtut: der KI-Fantasie“, kommentierte Jochen Stanzl von CMC Markets.

Japan überraschte ebenfalls negativ, als der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor unter die Schwelle von 50 fiel. In der Eurozone verschlechterte sich die Stimmung in den Unternehmen weiter, was laut Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank ein „ernsthaftes Problem“ darstellt. Die deutsche Wirtschaft ist demnach in die Schrumpfungszone zurückgefallen.

Die Berichtssaison in Deutschland lief bisher ebenfalls nicht erfreulich. Die Deutsche Bank verzeichnete nach durchwachsenen Zahlen und Ankündigungen zu Aktienrückkäufen ein Minus von 6,5 Prozent. Finanzvorstand James von Moltke bestätigte, dass für dieses Jahr keine weiteren Rückkäufe geplant sind.

Positive Entwicklungen gab es jedoch auch: Rheinmetall und Porsche AG setzten sich an die Spitze des Dax. Während Rheinmetall einen Gewinnsprung meldete und 2,3 Prozent zulegte, konnte Porsche sich mit einem Plus von 1,1 Prozent leicht erholen. Der Bausoftwarehersteller Nemetschek musste wegen eines Zukaufs seine Prognose anpassen, was in einem Minus von 1,3 Prozent resultierte. Am Ende des MDax fand sich Hugo Boss mit einem Verlust von 4,0 Prozent wieder, stark belastet durch niedrigere Umsätze und eine Abstufung von Exane BNP Paribas.

Im SDax fiel Baywa um 8,1 Prozent und markierte damit den achten Verlusttag in Folge. Das Agrarhandelsunternehmen hat seit der Ankündigung eines Sanierungsgutachtens fast 60 Prozent an Wert verloren. Der Gewinner des Tages im SDax war der Softwarespezialist Atoss, der nach vorgelegten Zahlen um 3,5 Prozent zulegte.