Der DAX setzt seinen jüngsten Abwärtstrend fort und fiel am Montagmorgen um drei Prozent auf 17.127,22 Punkte. Damit erreichte der deutsche Leitindex das Niveau von Ende Februar und durchbrach zugleich die viel beachtete 200-Tage-Durchschnittslinie, welche als Indikator für den längerfristigen Trend an den Börsen gilt.
Anleger reagierten vor allem auf den scharfen Kurseinbruch an den asiatischen Aktienmärkten. Die Sorge vor einer möglichen harten Landung der US-Konjunktur verunsicherte die Investoren. Zusätzlich belasteten Berichte den Markt, dass Nvidia den Start neuer KI-Chips aufgrund sogenannter Designmängel verschiebt. Das Unternehmen war zuletzt als großer Profiteur des Boom-Themas Künstliche Intelligenz (KI) angesehen worden und galt als Zugpferd der allgemeinen Börsen-Rally.
Angesichts dieser Entwicklungen sehen Experten die kurzfristigen Aussichten für den DAX als eingetrübt an, weisen jedoch darauf hin, dass die Reaktionen der Märkte oft übertrieben seien und sich langfristig Trends wieder stabilisieren könnten. Die Schultern der Anleger tragen aktuell schwer an den Unsicherheiten, doch bleiben die Blicke auf die bevorstehenden Unternehmenszahlen und Daten zur Konjunkturentwicklung gerichtet.