10. Juli, 2026

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Chipaktien unter Druck: Handelsstreit und Trumps Äußerungen belasten US-Börsen

Chipaktien unter Druck: Handelsstreit und Trumps Äußerungen belasten US-Börsen

Die Aktien einiger der weltweit größten Chiphersteller erlitten am Mittwoch einen massiven Kurssturz und zogen den Aktienmarkt in den schlechtesten Tag seit Monaten, als Anleger auf die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie auf Kommentare des früheren Präsidenten Donald J. Trump zu Taiwan reagierten.

Der S&P 500 fiel um 1,4 Prozent – der größte Rückgang seit Ende April – nur einen Tag nachdem der Index ein Rekordhoch erreicht hatte. Der technologie-lastige Nasdaq verlor 2,8 Prozent und steuerte auf seinen schlimmsten Tag seit Ende 2022 zu.

Den Einbruch führten globale Chipaktien an, wobei die Aktien einiger der größten Akteure in der Chipindustrie – darunter ASML, Nvidia und TSMC – infolge der geopolitischen Spannungen und der Aussagen des ehemaligen Präsidenten absackten.

Vier Chiphersteller – Applied Materials, Lam Research, Qualcomm und Advanced Micro Devices – gehörten am Mittwoch zu den am schlechtesten abschneidenden Unternehmen im S&P 500, wobei die Aktien jeder dieser Firmen um mehr als 8 Prozent fielen.

Die Biden-Administration erwägt laut einem Bericht von Bloomberg, ihre Beschränkungen für den Export von Chip-Herstellungsanlagen nach China weiter zu verschärfen. Dies wäre eine weitere Maßnahme von Präsident Biden, um den Zugang Chinas zur Chiptechnologie zu beschränken. Die Nachrichten über diese bevorstehenden Handelsbeschränkungen, die die Umsätze der Chiphersteller dämpfen könnten, haben die Sorgen der Investoren höchstwahrscheinlich verstärkt, was zu einem starken Rückgang der Chipaktien führte.

Trumps Kommentare am Dienstag über Taiwan, ein Land, das für die globale Chip-Lieferkette von entscheidender Bedeutung ist, schadeten ebenfalls den Chipaktien und trugen zum Rückgang des Marktes bei. Der ehemalige Präsident erklärte gegenüber Bloomberg Businessweek, dass Taiwan den USA für ihre Verteidigung zahlen sollte und beschuldigte das Land, amerikanischen Halbleiterunternehmen Aufträge zu stehlen. Seine Äußerungen ließen die US-gelisteten Aktien der taiwanesischen Firma TSMC um 6 Prozent einbrechen. TSMC ist der weltweit größte Vertragshalbleiterhersteller.

Zudem rotieren die Anleger aus den Technologiewerten und hin zu kleineren Unternehmen in Reaktion auf breitere makroökonomische Dynamiken. Die Daten des Verbraucherpreisindexes, die letzte Woche veröffentlicht wurden, zeigten eine weitere Abkühlung der Inflation, was die Erwartungen der Investoren festigte, dass die Federal Reserve im September beginnen würde, die Zinsen zu senken. Niedrigere Zinsen würden den Aktien kleinerer Unternehmen zugutekommen.