Die Bayer-Aktie hat nach anfänglich positiven Reaktionen auf den Quartalsbericht am Dienstag ins Minus gedreht und verlor zuletzt 1,4 Prozent auf 26,58 Euro. Damit blieb das Wertpapier weiterhin innerhalb der Handelsspanne der vergangenen Wochen.
Für das Jahr 2024 zeichnet sich bereits ein Kursminus von über 20 Prozent ab, was Bayer zu einem der schwächsten DAX-Werte macht. Rückblickend ist die Entwicklung noch besorgniserregender: Vor einem Jahr lag der Kurs fast doppelt so hoch.
Charlie Bentley, Experte vom Analysehaus Jefferies, hob hervor, dass das bereinigte operative Ergebnis die Markterwartungen und insbesondere seine eigene Schätzung übertroffen habe. Das Pharmageschäft überraschte positiv, wohingegen das Agrarchemiegeschäft und der Bereich Consumer Health enttäuschten.
Analyst Falko Friedrichs von der Deutschen Bank zeigte sich auf den ersten Blick ebenfalls angetan von den Resultaten, jedoch mache die detaillierte Analyse auch Schattenseiten sichtbar. Das Umsatzwachstum aus eigener Kraft blieb verhalten und die operative Gewinnmarge sank. Besonders das Agrargeschäft zeigte sich weiterhin stagnierend.
Friedrichs fügte hinzu, dass die Bestätigung der Jahresziele grundsätzlich positiv sei, aber die ungünstige Wechselkursentwicklung Bayer zu schaffen mache. Leichte Senkungen der Konsensschätzungen für 2024 seien daher nach wie vor möglich.