10. Juli, 2026

Märkte

Asien-Börsen unter Druck – China trotzt dem Trend

Asien-Börsen unter Druck – China trotzt dem Trend

Die asiatischen Börsen standen am Donnerstag überwiegend unter Druck, beeinflusst von der Schwäche der US-Technologiewerte am Vortag. Lediglich die chinesischen Märkte konnten sich dem Abwärtstrend entziehen.

Insbesondere Halbleiterwerte wie Tokyo Electron und Taiwan Semiconductor Manufacturing sahen sich nach einem Rückschlag des Philadelphia Semiconductor Index erheblichen Belastungen ausgesetzt. Hinzu kamen Befürchtungen, die US-Regierung könnte die Exportkontrollen für bestimmte Chiptechnologien nach China verschärfen, um Pekings Fortschritte in der Halbleiterproduktion zu bremsen.

Die Verluste am japanischen Aktienmarkt wurden zusätzlich durch die Erholung des Yen gegenüber dem Dollar verstärkt, was die exportorientierte Wirtschaft belastete. Der Nikkei 225 schloss 2,36 Prozent niedriger bei 41.126,35 Punkten und erweiterte damit die Verluste des Vortags, nachdem der Index in der Vorwoche mehrfach Rekordwerte erreicht hatte.

Auch andere technologielastige Börsen in Südkorea und Taiwan gerieten unter Druck. Taiwan Semiconductor musste trotz eines verbesserten Börsenausblicks Verluste hinnehmen.

Australische Aktien hielten sich vergleichsweise besser. Der Leitindex S&P/ASX 200 verlor nur 0,27 Prozent und notierte knapp bei 8.036,50 Punkten. Erfreuliche Arbeitsmarktdaten für Juni wirkten hier stützend.

Chinesische Aktien blieben dagegen im Plus. Der Hang-Seng-Index in Hongkong stieg um 0,59 Prozent auf 17.844,70 Punkte. Auch der CSI 300, der die 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, legte um 0,41 Prozent auf 3.515,87 Punkte zu.