25. August, 2026

Politik

AfD weiterhin ohne Aufnahme bei rechter ID-Fraktion im EU-Parlament

AfD weiterhin ohne Aufnahme bei rechter ID-Fraktion im EU-Parlament

Die europäische Rechtsfraktion "Identität und Demokratie" (ID) wird die deutsche Alternative für Deutschland (AfD) trotz des Ausschlusses von Maximilian Krah nicht wieder in ihre Parlamentsdelegation aufnehmen. Dies bestätigte der Sprecher der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel gegenüber dem Magazin "Politico". Die Entscheidung wurde bei einem Treffen in Brüssel unter Leitung der französischen Politikerin Marine Le Pen, Chefin des Rassemblement National, sowie weiteren Vertretern der ID-Fraktion getroffen.

Alice Weidel äußerte sich anschließend zu den Entwicklungen und betonte, dass weitere Gespräche und Sondierungen in Brüssel anstehen würden, um alternative Allianzen zu prüfen. Dabei zeigte sie sich zuversichtlich hinsichtlich der möglichen neuen Zusammenschlüsse.

Die Entscheidung der ID-Fraktion folgt auf kontroverse Äußerungen Krahs zur nationalsozialistischen SS, die den Ausschluss der AfD-Gruppe kurz vor der Europawahl zur Folge hatten. Die AfD versuchte, durch den Ausschluss Krahs erneut Aufnahme zu finden, jedoch fiel die Abstimmung der neu gewählten Abgeordneten nicht eindeutig aus. Acht von fünfzehn Abgeordneten stimmten für den Ausschluss Krahs, während vier dagegen votierten und drei sich enthielten. Dies zeigt die unterschiedliche Stimmung innerhalb der AfD gegenüber Krah.

Maximilian Krah kommentierte seinen Rauswurf als Fehler und meinte, dass dies die ID nicht umstimmen werde. Er betonte, dass die AfD sich nicht von ausländischen Parteien vorschreiben lassen solle, mit wem sie zusammenarbeite. Zudem verwies er auf einen Post des ehemaligen AfD-Politikers Marcus Pretzell auf der Plattform X, in dem dieser argumentierte, dass Krah der Anlass, jedoch nicht der Grund für die Trennung von der ID sei. Pretzell warf den Gegnern Krahs innerhalb der AfD vor, taktisch zu denken und dabei die Ideale der Partei zu verraten.