Die Walt Disney Company hat ihre Ergebnisse für das dritte Quartal präsentiert und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Angetrieben wurde dieses starke Resultat unter anderem von Kassenschlagern wie "Inside Out 2" und der erstmaligen Profitabilität im Streaming-Bereich. Für das Quartal von April bis Juni meldete das Unterhaltungsunternehmen einen Umsatz von 23,2 Milliarden US-Dollar sowie einen verwässerten Gewinn je Aktie von 1,43 US-Dollar. Robert Iger, CEO von Disney, hob hervor, dass das Unternehmen damit erstmals früher als erwartet Profitabilität in seinen kombinierten Streaming-Geschäften erreicht habe. Die Aktien von Disney zeigten vorbörslich kaum Bewegung.
Unterdessen geraten die Anteilscheine von Novo Nordisk, dem Hersteller der Abnehmmedikamente Ozempic und Wegovy, unter Druck. Das Unternehmen verfehlte die Umsatzprognosen für das zweite Quartal deutlich und senkte zudem die Gewinnerwartungen aufgrund von zeitweisen Lieferengpässen. Der Umsatz stieg zwar um 25% auf 68,06 Milliarden Dänische Kronen, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Das Operating Profit Ziel für das Gesamtjahr wurde auf ein Wachstum von 20% bis 28% gesenkt, nach ursprünglich prognostizierten 22% bis 30%.
Auch die Aktien von CVS Health reagieren negativ auf die Nachrichtenlage. Der Apotheken-Riese musste die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bereits zum dritten Mal in Folge nach unten korrigieren und kündigte zudem den Abgang des Leiters seiner Aetna-Sparte an. Trotz besser als erwarteter Gewinne je Aktie im zweiten Quartal (1,41 US-Dollar) lag der Umsatz mit 91,23 Milliarden US-Dollar unter den Erwartungen. Die neue Prognose für den Gewinn je Aktie beläuft sich auf 4,95 bis 5,20 US-Dollar, nach zuvor mindestens 5,64 US-Dollar.
Globale Märkte zeigen sich derweil erholt, nachdem die Bank of Japan die Anlegern beruhigen konnte, indem sie signalisierte, dass keine Zinsanhebungen während der aktuellen Turbulenzen an den Kapitalmärkten erfolgen würden. Eine solche Maßnahme hätte zu einem Abschwung des sogenannten Carry Trades führen können und war als ein Grund für den weltweiten Kurssturz vom Montag angeführt worden. Hinzu kamen Bedenken über eine mögliche Rezession in den USA und Überschreitungen der Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz bei Technologiegiganten.