Die Diskussion um den Verteidigungshaushalt für das kommende Jahr sorgt für Unmut. Unionsfraktionsvize Johann Wadephul von der CDU kritisierte die jüngste Entscheidung der Ampel-Koalition, den Verteidigungsetat nicht signifikant zu erhöhen. Nach den Worten des Sicherheitsexperten ist das Ergebnis der Haushaltsverhandlungen ein Nachteil für die Bundeswehr und schwächt die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.
Der geplante Anstieg um knapp 1,2 Milliarden Euro pro Jahr bis 2027 sei bei weitem nicht ausreichend. Wadephul machte deutlich, dass selbst das Sondervermögen keine Linderung bringe, da der Verteidigungshaushalt durch Betriebs- und Personalausgaben nahezu vollständig beansprucht werde. Zusätzlich werde der geplante Zuwachs nicht einmal die Inflationsrate von rund 2,5 Prozent im Euroraum ausgleichen können.
Wadephul zog das ernüchternde Fazit, dass der Verteidigungshaushalt de facto sinke. Dies stelle eine erhebliche Herausforderung für die finanzielle Ausstattung der Bundeswehr dar.