In einer deutlichen Reaktion auf den jüngsten Angriff Israels auf Aktivisten im Gazastreifen hat der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin seine Besorgnis in einem Telefongespräch mit dem israelischen Verteidigungsminister Joav Galant zum Ausdruck gebracht. Austin betonte die dringende Notwendigkeit, Schritte zum Schutz von humanitären Helfern und palästinensischen Zivilisten zu ergreifen. Dies folgt auf wiederholte Koordinierungsfehler mit internationalen Hilfsorganisationen. Pat Ryder, der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, informierte über die Inhaltspunkte des Austauschs zwischen den beiden Ministern.
Die Forderung nach einer umgehenden und transparenten Aufklärung des Vorfalls, bei dem kürzlich Arbeiter der Organisation Central Kitchen ums Leben kamen, wurde klar kommuniziert. Austin bestand darauf, dass die Ergebnisse einer solchen Untersuchung öffentlich gemacht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssten.
Der schmerzliche Verlust der Helfer weckt laut Austin zusätzliche Besorgnis hinsichtlich möglicher militärischer Operationen Israels in Rafah, im südlichen Teil des Gazastreifens. Er sprach über die Wichtigkeit der Evakuierung von Zivilisten und der Sicherstellung der Einfuhr humanitärer Hilfsmittel.
Der US-Verteidigungsminister bekräftigte indes die Unterstützung der Vereinigten Staaten für Israels Selbstverteidigung angesichts diverser regionaler Gefahren.
Galants Büro gab zu verstehen, dass eine gründliche Untersuchung des bedauerlichen Ereignisses schon im Gange sei und man die Ergebnisse mit Verbündeten teilen sowie entsprechend handeln will. Der israelische Minister sprach sein Beileid für die Familien der getöteten Helfer aus und betonte die Bereitschaft zur engen Kooperation mit Partnern und Hilfsorganisationen. Weiterhin erörterte Galant mit Austin Pläne zur intensiven Bekämpfung der Hamas und adressierte die Geiselthematik sowie die Bedrohung durch den Iran und seine Verbündeten.