28. August, 2026

Politik

Ungarns Premierminister Orban auf überraschender Friedensmission in China

Ungarns Premierminister Orban auf überraschender Friedensmission in China

Mit einem überraschenden Besuch in China hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban heute Morgen (Ortszeit) für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Ankunft Orbans, die von chinesischen Staatsmedien berichtet wurde, markiert den Beginn seiner sogenannten „Friedensmission 3.0“. Auf dem sozialen Netzwerk X teilte Orban ein Foto, das ihn bei der Begrüßung durch Chinas Vize-Außenministerin Hua Chunying am Flughafen zeigt. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ist ein Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping geplant.

Dieser Besuch folgt unmittelbar auf Orbans umstrittenen Aufenthalt in Moskau, wo er sich am Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen hatte. Der Besuch in Russland, dessen strategisches Kalkül angesichts des seit zwei Jahren andauernden Konflikts in der Ukraine in Frage gestellt wurde, sorgte politisch für erheblichen Wind. Besonders kontrovers ist dieser Besuch auch in Anbetracht der Ratspräsidentschaft, die Ungarn gerade erst in der EU übernommen hat. Zuvor hatte Orban zudem die Ukraine besucht.

Chinas Staatschef Xi Jinping hatte im Mai dieses Jahres eine Reise nach Europa unternommen, die ihn auch nach Ungarn führte. Die Beziehungen zwischen Budapest und Peking sind seit Langem gut und wurden im Oktober durch Orbans Teilnahme am Forum zur „Neuen Seidenstraße“ weiter gefestigt. Ungarn ist Teil des breit angelegten chinesischen Investitionsprojekts, mit dem die Volksrepublik weltweit Infrastrukturmaßnahmen ergreift und ihren geopolitischen Einfluss ausweitet.