01. September, 2026

Politik

UN-Bericht deckt mutmaßliche Misshandlungen von Palästinensern in israelischer Haft auf

UN-Bericht deckt mutmaßliche Misshandlungen von Palästinensern in israelischer Haft auf

In einem aktuellen Bericht beschreiben palästinensische Häftlinge, die aus israelischer Detention entlassen wurden, schwere Misshandlungen. Dies geht aus einer Veröffentlichung der UNRWA hervor, die für die Betreuung palästinensischer Flüchtlinge zuständig ist. Die Zeugenaussagen beinhalten Berichte über körperliche Züchtigungen mit Metallstangen oder Gewehrkolben sowie diverse Formen der Demütigung.

Laut UNRWA mussten sich Gefangene teils stundenlang mit gefesselten Händen auf den Knien halten, während sie mit Augenbinden versehen waren, wurden Nahrungs- und Wasservorenthalt ausgesetzt und sogar mit Urin überschüttet. Einige Gefangene berichteten, wie sie in Käfigen gehalten und von Hunden attackiert wurden.

Die Schilderungen, die an Mitarbeiter der UNRWA herangetragen wurden, spiegeln ähnliche Erfahrungsberichte wider, über die die "The New York Times" von mehr als einem Dutzend freigelassener Häftlinge und deren Angehörigen bereits im Januar informiert wurde. Die dortigen Aussagen beschreiben ebenfalls Prügel und harte Verhöre.

Die israelischen Streitkräfte haben im Rahmen ihrer sechsmonatigen Kampagne gegen die palästinensische Bewaffnete Gruppe Hamas Tausende Gazaner festgenommen. Die israelische Armee gibt an, Personen zu verhaften, die im Verdacht stehen, an Hamas-Aktivitäten beteiligt zu sein, aber der Bericht der UNRWA deutet an, dass auch Frauen, Kinder und ältere Menschen in Haft genommen wurden.

Die israelische Armee und das Büro des israelischen Premierministers ließen Anfragen bezüglich des Berichts unbeantwortet. In der Vergangenheit wiesen israelische Offizielle ähnliche Vorwürfe zurück und betonten, dass die Inhaftierung von Gefangenen nach Recht und Gesetz erfolge und die Grundrechte der Festgenommenen gewahrt blieben.

Die Sammlung der Aussagen der über 100 freigelassenen Palästinenser erfolgte über mehrere Monate am Grenzübergang Kerem Shalom durch UNRWA-Personal. Zu den Zeiten, als medizinisches Personal die Verletzten und Kranken unmittelbar in nahegelegene Krankenhäuser brachte, wurden laut des Berichts häufig "Anzeichen von Trauma und schlechter Behandlung" festgestellt.