In ihrem Ziel, den ukrainischen Luftraum wirkungsvoller gegen andauernde russische Angriffe zu schützen, unterstrich Präsident Wolodymyr Selenskyj die dringende Notwendigkeit 25 kompletter Patriot-Flugabwehrsysteme zu akquirieren. In einem kürzlich im Fernsehen übermittelten Interview legte Selenskyj dar, dass zur effektiven Sicherung ihres Himmels, insbesondere mit Blick auf feindliche Raketen- und Drohnenattacken, jede dieser Einheiten mit sechs bis acht Batterien ausgestattet sein müsse. Dabei betonte er, dass sowohl Patriots als auch vergleichbare westliche Flugabwehranlagen – einschließlich des deutschen Iris-T – bei der Abwehr von Angriffen bereits ihre Effizienz bewiesen hätten und dass deren Positionierungspunkte den Partnern klar seien.
Die militärische Konfrontation, die seit über zwei Jahren andauert, konfrontiert die Ukraine vermehrt mit gezielten Beschüssen auf das Hinterland. Russland setzt dabei fortwährend Raketen und Drohnen ein, die spezifisch zivile Infrastrukturen, insbesondere im Energiebereich, ins Visier nehmen. Selenskyj machte deutlich, dass man trotz aller Bemühungen, mit vorhandenen Abwehrsystemen diesen Angriffen entgegenzutreten, gegen bestimmte Raketen geradezu machtlos sei.
Der Präsident warnte vor einem Szenario, in dem ein intensivierter Angriff aus der Luft das bestehende Arsenal an Flugabwehrraketen schnell zur Neige gehen lassen könne. Dieses bedenkliche Szenario sei den Alliierten bewusst, so Selenskyj abschließend.