In Collect Pond Park, unmittelbar angrenzend an das Kriminalgericht in Lower Manhattan, kam es zu einem dramatischen Vorfall: Ein Mann übergoss sich inmitten eines Medienevents – der Jurorenauswahl für den Prozess gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – mit einer entflammbaren Substanz. Gegen 13:35 Uhr entzündete er sich selbst und wurde umgehend von Flammen eingehüllt. Schockierte Zuschauer sahen, wie Max Azzarello, 37, aus Florida, Flugblätter mit verschwörungstheoretischen Botschaften warf, bevor er zu dem entsetzlichen Schritt ansetzte.
Rettungsversuche von Passanten scheiterten an der Hitze der Flammen, bevor die Polizei eintraf, die mühsam Hindernisse überwinden musste, um das Feuer zu löschen. Azzarello erlag am gleichen Abend im Krankenhaus seinen schweren Verbrennungen.
Städtische Behörden identifizierten Azzarello, der Zeugen zufolge zuvor mit Protestplakaten vor dem Gerichtsgebäude aufgefallen war und eine kritische Webseite betrieb. Azzarello, zuvor für seine kritischen Ansichten über die US-Regierung bekannt, die er durch Forschungen über den Tech-Milliardär Peter Thiel und Kryptowährungen entwickelte, äußerte Vermutungen über eine geheime Kleptokratie.
Der Mann, der seit etwa dem 13. April in New York war, mietete die Sorge seiner in Unkenntnis gelassenen Familie in St. Augustine. Azzarello, der Verbindungen zum Großraum New York hatte und Tom Suozzi während seiner Kampagne 2013 unterstützte, zeigte im Laufe des letzten Jahres zunehmend erratisches Verhalten und war bereits dreimal in Florida festgenommen worden.
Von seiner Online-Aktivität bis zu Vorfällen, in denen er unter anderem in einem Hotel randalierte und Geschäftsschilder demolierte, deuteten viele Anzeichen auf eine psychische Entgleisung hin. Sein soziales Umfeld, sichtlich vom Verlust seiner Mutter im April 2022 betroffen, konnte den radikalen Wandel seines Verhaltens nur schwer nachvollziehen.
Augenzeugen des schrecklichen Ereignisses berichteten von ihrem Unglauben, als Azzarello, der in einem für Trump-Unterstützer reservierten Bereich des Parks stand, beginnend mit dem Flugblattwurf, sich schließlich selbst in Brand setzte. Die Situation eskalierte schnell, und trotz schnellen Eingreifens konnte der Tod des Mannes nicht verhindert werden. Die Gerichtssprecher haben angegeben, dass der Prozess wie geplant fortgeführt wird, obwohl ein Gerichtsbeamter aufgrund von Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Die traurige Tat stellt ein erschütterndes Zeugnis individueller Verzweiflung dar und wirft Fragen bezüglich des Umgangs mit psychischen Erkrankungen und radikalen politischen Ansichten auf.