29. August, 2026

Politik

Stoltenberg: Globale Sicherheit braucht globale Partnerschaften

Stoltenberg: Globale Sicherheit braucht globale Partnerschaften

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat unterstrichen, wie essenziell der Ausbau der Kooperation des atlantischen Militärbündnisses mit Partnern im Indopazifik-Raum ist. Vor dem Hintergrund des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Nordkorea betonte Stoltenberg bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Außenminister Antony Blinken in Washington die wachsende Bedeutung dieser Partnerschaften. Die enge Verbindung von Russland mit autoritären Staaten wie Nordkorea, China und dem Iran sei offensichtlich, erklärte Stoltenberg. Diese Länder unterstützten Russlands aggressives Vorgehen in der Ukraine und trügen zur Verschärfung des Konflikts bei. "Das zeigt auch, dass unsere Sicherheit nicht regional ist. Sie ist global," so Stoltenberg. Ereignisse in Europa hätten Einfluss auf Asien und vice versa, weshalb eine segmentierte Sicherheitsbetrachtung nicht mehr zeitgemäß sei. Auch die Besorgnis über die mögliche Lieferung russischer Technologie für die Raketen- und Atomprogramme dieser Staaten war ein Thema. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant die Nato beim Gipfel in Washington im Juli, die Zusammenarbeit mit Indopazifik-Partnern weiter zu intensivieren. Putin war mittlerweile zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Nordkorea eingetroffen und wurde von Kim Jong Un persönlich am Flughafen empfangen. Beobachtern zufolge stehen bei dieser Visite auch mögliche weitere Waffenlieferungen aus Pjöngjang an Moskau, die im Ukraine-Krieg eingesetzt werden könnten, auf der Agenda.