Mehrere Bundesländer drängen auf eine Anhebung der Preise für zuckerhaltige Limonaden. Laut „Bild“, die sich auf eine Protokollerklärung der Verbraucherschutzministerkonferenz beruft, setzen sich neun der sechzehn Bundesländer für eine sogenannte Softdrink-Steuer ein. Die betroffenen Länder appellieren an den Bund, eine „herstellerbezogene Abgabe“ für solche Getränke zu prüfen.
Unterstützung für die Softdrink-Steuer kommt aus Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen. Hintergrund dieser Initiative ist der unveränderte, hohe Zuckergehalt in Softdrinks trotz freiwilliger Selbstverpflichtungen und Zusagen der Getränkeindustrie in Deutschland.
Den Ländern zufolge ist der durchschnittliche Zuckergehalt in Softgetränken in den letzten Jahren nicht ausreichend gesunken, um eine gesundheitsfördernde Ernährung zu unterstützen. Daher erscheint eine gesetzlich vorgeschriebene Abgabe als notwendig, um Anreize für eine Reduktion des Zuckergehalts zu schaffen.